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Stromsparen beginnt bei den Jüngsten

Uetze Stromsparen beginnt bei den Jüngsten

Kleine Veränderungen zeigen oft eine große Wirkung - das gilt auch und vor allem beim Stromsparen. Deshalb lassen sich jetzt alle 14 Kitas der Gemeinde von der Klimaschutzagentur und Energieberaterin Christine Pfülb überprüfen. Mit zum Teil überraschenden Ergebnissen und klaren Arbeitsaufträgen.

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Auch den Wasserverbrauch in der Kita Buddelkiste nimm Christine Pfülb unter Lupe. Mit Paula (5) und Julius misst sie  nach wie vielen Sekunden eine Tüte mit Wasser gefüllt ist - als Beispiel, wie viel Wasser beim Zähneputzen mit laufendem Wasserhahn verbraucht wird.

Quelle: Bismark

Uetze. "Mir liegt viel an der Nachhaltigkeit", sagt Christine Franke, Leiterin der Kita Buddelkiste. Deshalb hätten sie und ihre Kolleginnen sich dafür eingesetzt, dass ihre Einrichtungen einmal unter dem energetischen Aspekt untersucht werden. Gruppenraum um Gruppenraum kontrolliert Pfülb und entdeckt sehr schnell kleine, aber stete Stromfresser.

Geräte wie Computer im Stand-by-Modus zählt sie ebenso dazu wie die Leuchtstoffröhren an den Decken. "Beim Bau der Kita vor 25 Jahren waren sie damals noch stromsparend, das gilt aber heute längst nicht mehr", sagt Franke. Doris Reichelt-Behrens vom kommunalen Gebäudemanagement ergänzt, dass sie die Vielzahl der noch verwendeten Leuchtstoffröhren überrascht. "Die Situation werden wir sicherlich als einen der ersten Schritte ändern", kündigt sie an.

Auf eine schnelle Abhilfe dringt die Fachfrau auch bei etlichen Mehrfachsteckdosen, die in den Gruppenräumen verwendet werden. "Ich kann mir vorstellen, dass wir feste Steckdosenleisten in den Wänden installieren", sagt Reichelt-Behrens. Diese sollen gleich mit einem Schalter versehen sein, sodass die Mitarbeiterinnen alle Geräte künftig mit einem Knopfdruck ausschalten können.

Eher mittelfristig indes zeichnet sich eine Lösung für die Küche ab, in der Pfülb mehrere Geräte kritisch beurteilt. Das gilt für die großen Tiefkühlschränke, die einmal wöchentlich mit dem Mittagessen für die drei Kita- und eine Krippengruppe befüllt werden. "Die haben keine Schubladen, sodass beim Öffnen die gesamte Kälte herausströmt", sagt die Beraterin und bemängelt, dass die Essensverpflegung mit Tiefkühlkost, die aufwendig aufgetaut werden müsse, ohnehin sehr viel Energie verbrauche. Mit einer gemeinsamen Küche samt Mensa für Kita und Grundschule würde sich so mancher Energieverbrauch senken lassen. "Aber da stecken wir erst noch in den Vorarbeiten", sagt Reichelt-Behrens.

Sie will zudem weitere Vorschläge prüfen, die kurzfristig zu einer Einsparung führen können. Dazu gehören der Einbau von Präsenzmeldern, der Licht automatisch abschaltet, wenn sich niemand im Raum aufhält, und eine hellere Lasur der Decken, die derzeit sehr viel Licht "schlucken". Auch das hängt mit dem Bau vor einem Vierteljahrhundert zusammen: "Damals wurde viel mit ökologischen Materialien gebaut, und dieser Honigton der Balken war modern", weiß Pfülb.

Aus Sicht von Andrea Wernecke, Mitarbeiterin der Klimaschutzagentur, und Timo Abert von Avacon als finanzieller Unterstützter sind die Prüfungen nur der Auftakt für weitere Aktionen zum Stromsparen. So gibt es demnächst den Energiebericht für die Buddelkiste, und die Kinder bekommen eine besonderen Kiste mit kleinen Experimente und Bücher zu dem Thema geschenkt.

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