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Kleinbahner in Unsicherheit

Hängisen Kleinbahner in Unsicherheit

Joachim Leiner, Vorsitzender desHänigser Kleinbahnvereins Wathlingen-Ehlershausen, wird langsam unruhig. Der Vertrag seines Vereins mit dem Konzern K+S über die Nutzung der Kalibahnstrecke Hänigsen-Wathlingen-Ehlershausen läuft zum Jahresende aus.

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Auf der Kalibahnstrecke bietet der Kleinbahnverein Draisinenfahrten an.

Quelle: privat

Uetze. Und die geplante Stiftung, die eigentlich dann Eigentümerin der Strecke werden und diese dem Verein wiederum überlassen soll, ist längst noch nicht unter Dach und Fach.

Daher hat Leiner K+S um einen sogenannten Letter of Intent gebeten. Diese Absichtserklärung soll den Kleinbahnern ermöglichen, die Bahnstrecke weiter bis zur Gründung der Stiftung zu nutzen und Draisinenfahrten anzubieten. „Im Moment kann ich keine Anfragen für 2016 annehmen, weil ich keine Planungssicherheit habe“, klagt Leiner.

„Einen Letter of Intent wird es nicht geben. Er würde eine neue Vertragsgrundlage schaffen“, sagt Ulrich Pausch von K+S. Neuer Vertragspartner solle die geplante Stiftung werden. Darüber habe K+S schon mehrere Gespräche mit der Samtgemeinde Wathlingen geführt. „Wir sind der Meinung, dass die Dinge auf einem guten Weg sind“, sagt Pausch.

Nach Auskunft des Uetzer Bürgermeisters Werner Backeberg wollen er und seine Kollegen Wolfgang Grube von der Samtgemeinde Wathlingen und Jörg Makel aus Nienhagen den Räten der drei Kommunen vorschlagen, eine Stiftung zu gründen. Grubes allgemeiner Vertreter Stefan Hausknecht habe die Aufgabe übernommen, einen Satzungsentwurf auszuarbeiten.

Geplant ist laut Backeberg, dass die Kommunen die Strecke für einen Euro von K+S kaufen und dann als Sachanlage in die Stiftung einbringen. K+S soll einen Betrag einzahlen, den ein Abriss der Strecke kosten würde. „Über die Summe muss noch verhandelt werden“, sagt Backeberg. „K+S hat gesagt, sie bräuchten eine Entscheidung bis zum Jahresende“, berichtet der Bürgermeister.

Doch Leiner ist skeptisch, dass die Stiftung noch 2015 Rechtskraft erlangt. „Jetzt kommt die Urlaubszeit“, gibt er zu bedenken. Vor den Räten müssten noch die Fach- und die Verwaltungsausschüsse darüber beraten. Außerdem müsse noch das Amt für regionale Landesentwicklung die Stiftung genehmigen.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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