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Kinder dürfen nur auf ein Tor schießen

Uetze Kinder dürfen nur auf ein Tor schießen

Jahrelang hat der Altmerdingser Ortsrat gefordert, auf dem Festplatz ein zweites kleines Fußballtor aufzustellen oder im Ort einen Bolzplatz anzulegen. Vergeblich. "Wir als Ortsrat haben es inzwischen aufgegeben", teilte Ortsbürgermeister Reinhard Degotschin jetzt auf Anfrage mit.

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Nur ein kleines Fußballtor steht auf dem Festplatz in Altmerdingsen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Altmerdingsen. Vor Jahren hatten einmal auf dem Festplatz zwei Tore gestanden. Eines war irgendwann in einem so schlechten Zustand, dass es abgebaut werden musste. Weil Kindern und Jugendlichen Fußball erst richtig Spaß macht, wenn sie mit zwei Mannschaften auf zwei Tore spielen können, forderte der Ortsrat mehrfach, wieder ein zweites Tor aufzustellen.

Doch die Gemeinde lehnte ab: Die Grünfläche neben dem Schützenheim und dem Feuerwehrhaus sei nicht als Bolzplatz ausgewiesen. Wenn ein zweites Tor aufgestellt würde, müsse die Gemeinde die Fläche offiziell als Bolzplatz widmen. Dann müssten auch Sicherheitsabstände zur angrenzenden Kreisstraße und zum Spielplatz im Norden des Festplatzes eingehalten werden, argumentierte die Verwaltung.

Der Streit um das Tor war einer der Gründe, weshalb sich der frühere stellvertretende Ortsbürgermeister Horst Schaefer Anfang 2015 frustriert aus der Kommunalpolitik zurückzog. "Es kann doch nicht drei Jahre dauern, um ein Handballtor für den Spielplatz zu bekommen", ärgerte er sich damals.

Vor einigen Monaten stellten Ortsratsmitglieder eigenmächtig ein zweites Tor in Nähe des Spielplatzes auf. Das beanstandete prompt die Dekra, die alljährlich die Spielplätze der Gemeinde unter Sicherheitsaspekten überprüft: Kleine Kinder auf dem Spielplatz könnten von einem Fußball getroffen werden.

Zwischenzeitlich hatte der Ortsrat vorgeschlagen, auf einer Ackerfläche neben dem Festplatz, die der Gemeinde gehört, einen Bolzplatz anzulegen. Doch das scheiterte an den hohen Kosten. "Wir hätten den Flächennutzungsplan ändern und einen Bebauungsplan aufstellen müssen", sagt Sven Kuchenbecker, Fachbereichsleiter für Verkehr, Umwelt und Planung. Außer den Planungs- und Genehmigungskosten wären weitere Kosten beim Anlegen des Platzes angefallen. Außer den Toren hätte man auch einen Ballfangzaun aufstellen müssen, damit kein Ball auf den Spielplatz fliegt.

Einen schwachen Trost hat Degotschin: "Das vorhandene Tor auf dem Festplatz bleibt."  

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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