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Kosten bereiten Bauchschmerzen

Uetze Kosten bereiten Bauchschmerzen

Mit den Kosten von 955.000 Euro für die Sanierung der Agora im Schulzentrum haben Uetzes Kommunalpolitiker Probleme - sie haben nicht damit gerechnet, dass das Projekt so aufwendig ist. Das Geld für die Investition ist bereits im Gemeindeetat eingeplant.

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Nach den Vorstellungen der Verwaltung soll die Agora künftig etwa so wie auf diesem Bild aussehen.

Quelle: LSM

Uetze. Die SPD-Fraktion habe sich von den Zahlen überrumpelt gefühlt, sagte Ratsfrau Marion Friemel in der Sitzung des Ratausschusses für Bildung und Soziales. Zuerst sei nur von einer Dachsanierung die Rede gewesen. Jetzt sollten auch der Teppich und die Wandverkleidung erneuert werden. "Da besteht bei uns noch Beratungsbedarf", stellte Friemel klar.

Weshalb es nicht mit einer Erneuerung der Dachhaut allein getan ist, erläuterte der Architekt Henning Meyer. Die Dämmung des Dachs sei in einem desolaten Zustand. Die Decken- und die Wandverkleidung seien aus Holz. Das sei für eine Versammlungsstätte wie die Agora aus Gründen des Brandschutes nicht mehr zulässig. Nur der hölzerne Fußboden auf der Bühne dürfe bleiben. Damit die Agora heller wird, schlägt Meyer vor, die Decke mit weißen Gipskartonplatten zu verkleiden. Als Wandverkleidung biete sich schwer entflammbares Material mit ganz dünnem Holzfurnier an.

"Der Teppich ist abgenutzt", sagte der Architekt. Er empfahl, anthrazitfarbenen Nadelvlies zu verlegen. Christine Stolte-Berndt, stellvertretende Leiterin des kommunalen Eigenbetriebs Gebäudeservice berichtete, dass die Bauaufsicht immer wieder die Stühle beanstande, weil sie sich nicht mehr richtig miteinander verbinden lasse. 

"Wir können theoretisch den Teppich und die Stühle lassen", sagte Heidi Marz (CDU). "Mein großes Problem ist, dass bei Sanierungen in der Gemeinde Uetze überall versteckte Kosten vorhanden sind und wir hinterher Schnappatmung bekommen." Stolte-Berndt schloss jedoch unvorher-
gesehene Ausgaben aus: "Ich gehe davon aus, dass wir nur bei der Ausschreibung eine Überraschung erleben können."

Die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch sah keine Notwendigkeit, über die Sanierung abzustimmen: Die Ausgaben seien im Etat abgesichert. "Wir haben den Kosten schon bei der Verabschiedung des Haushalts zugestimmt", pflichtete ihr Friedrich-Wilhelm Homann (Freie) bei.

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Der Architekt Henning Meyer zeigt den Ausschussmitgliedern Muster für die Wandverkleidung.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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