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Ein toter Kater zerstört Gartenzwergidylle

Uetze Ein toter Kater zerstört Gartenzwergidylle

Ein schwarzer Kater, der auch nach seinem Ableben für Verwirrung sorgt. Ein verschwundenes Kunstwerk und jede Menge Gartenzwerge: Mit dieses Zutaten hat die dem VfL Uetze zugehörige Theatergruppe Die Spielerei in der Agora für zahlreiche Lacher und ein begeistertes Publikum gesorgt.

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Hobbykünstlerin Doris Schobel (Maren Gille) präsentiert ihrem Neffen Oliver Schobel (Nils Veith) ihr vermeintliches Kunstwerk „Abendstimmung im Fuhsetal“.

Quelle: Sandra Köhler

Uetze. Bremsen kreischen, ein dumpfer Knall. Mit der Eigenheimidylle im Fuhsetal ist es jäh vorbei. Hat doch Eva Settler (Katja Wiegmann) gerade Kater Peterchen den Garaus gemacht. Dauer-Jurastudent Oliver Schobel (Nils Veith) schwant Böses: „Das gibt mindestens vier Wochen Staatstrauer.“

Vielleicht hätte Oliver seiner Idee, den Kater komplett verschwinden zu lassen, statt ihn in der Einfahrt der Nachbarn zu deponieren, besser nachgeben sollen. Denn seine Mutter Claudia (Antje Laufer) liebt den alten Kater heiß und innig. „Schwerhörig wie dein Mann und genauso verzogen“, kommentiert deren resolute und mannlose Schwägerin und begeisterte Hobbymalerin Doris deren Suche nach dem Tier. „Aber wenigstens schmust er noch“, macht Claudia die Krux deutlich.

Denn die einzige Leidenschaft, die Claudias Gatte Reinhard (Oliver Wempe) neben dem Essen noch pflegt, sind Gartenzwerge. Das teilt er mit seinem Nachbarn Norbert, dem die Schwärmerei seiner Angetrauten Brigitte für ihren Yogalehrer mächtig auf die Nerven fällt.

Doch Peterchen findet einfach keine Ruhe. Wie er von Norberts Aktentasche durch sämtliche Mülltonnen der Nachbarschaft wandert, weil beide Gartenzwergfreunde denken, ihn auf dem Gewissen zu haben. Wie er schließlich seine letzte Ruhe unterm Kirschbaum findet und warum Wackerwinkel der schwarze Fleck auf Doris' ebenfalls spurlos verschwundenem Gemälde ist: Das präsentierten die Schauspieler in Heidi Magers Komödie "Dreimal schwarzer Kater" mit so viel Witz und Tempo, dass so manch ein Besucher hinterher Muskelkater vom Lachen gehabt haben dürfte.

Besonders vergnüglich: Die Nicklichkeiten zwischen dem trocken und gelassen agierenden Oliver Wempe und seiner furios aufspielenden Bühnenschwester Maren Gille.

Für den rundum gelungenen Theaterabend dankte das Publikum den Darstellern des VfL Uetze mit tosendem Applaus.

Für alle, die es am Premierenwochenende nicht in die Agora geschafft haben, hat die Spielerei zwei weitere Vorstellungen in petto: Am Freitag, 29., und Sonnabend, 30. April. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr in der Agora. Der Eintritt kostet zehn Euro.

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Von Sandra Köhler

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