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Landwirte in Uetze müssen mehr beregnen

Trockene Sommer drohen Landwirte in Uetze müssen mehr beregnen

Landwirte in Uetze bei Hannover müssen sich auf eine steigende Jahresdurchschnittstemperatur einstellen. Wegen des Klimawandels werden Sommer trockener. Das sind Forschungsergebnisse des Projekts Regionales Management von Klimafolgen in der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg.

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Die Feldberegnung hat im Raum Uetze eine große Bedeutung für die Landwirtschaft.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Die Erkenntnisse beruhen auf Computersimulationen für die Referenzjahre 1961 bis 1990. Danach steigt die Jahresdurchschnittstemperatur in der Gemeinde Uetze bis zum Zeitraum 2071 bis 2100 voraussichtlich um 3,4 bis 3,5 Grad Celsius.

Dieser Temperaturanstieg wirkt sich nach Angaben der Geografin Imke Mersch, die für das Teilprojekt Feldberegnung zuständig ist, kaum auf die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge aus. Diese werde sich bis 2100 nicht wesentlich ändern. Sie werde sich aber ganz anders als bisher über das Jahr verteilen. Im Sommer könne es bis zu 24,5 Prozent weniger regnen. Hingegen müsse man im Frühjahr, im Herbst und vor allem im Winter mit mehr Niederschlägen rechnen. Im Winter werde die Zunahme 16,9 Prozent betragen.

„Für die Landwirtschaft bedeuten die Veränderungen, dass der Beregnungbedarf steigen wird“, sagt Mersch. „Mittelfristig ändert sich noch eher wenig, bis zum Zeitraum 2071 bis 2100 ist jedoch ein Anstieg um zehn bis 35 Millimeter simuliert worden“, sagt die Mitarbeiterin der Landwirtschaftskammer. Dann werde der Beregnungsbedarf deutlich über den aktuellen Genehmigungen für die Grundwasserentnahme liegen. Derzeit sind etwa 80 Millimeter künstlicher Regen auf den Feldern erlaubt.

Mersch empfiehlt „einen schonenden Umgang mit der Ressource Wasser mithilfe einer möglichst wassersparenden Beregnungstechnik“. Denkbar sei auch, statt des Grundwassers gereinigtes Wasser aus Kläranlagen sowie Oberflächenwasser aus Flüssen, Seen und Kiesteichen für die Beregnung zu verwenden.

Friedrich-Wilhelm Schiller

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