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Für Wildgänse ist der Tisch bestens gedeckt

Uetze Für Wildgänse ist der Tisch bestens gedeckt

Sie entwickeln zur Landplage: die Wildgänse. Die großen und sehr intelligenten Vögel grasen längst nicht mehr nur auf den Feldern rund um die Kiesteiche und das Spreewaldseegebiet im Uetzer Gemeindegebiet.

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Rund 100 Wildgänse grasen auf einem Wintergetreidefeld an der B188 zwischen Altmerdingsen und dem Schwüblingser Kreisel.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Uetze/Altmerdingsen. Inzwischen sind die gefräßigen Grau- und Nilgänse, die in immer größeren Gruppen auftreten, auch auf Äckern südlich von Burgdorf zu beobachten. Anders als an der Küste kommen die Gänse nicht nur in den Wintermonaten, sondern haben sich längst häuslich eingerichtet. Denn die vielen Gewässer sind ideale Brutgebiete, weil weder Fuchs, Waschbär noch Marder die Nester erreichen kann. Hinzukommt das reichliche Futterangebot – sommers wie winters – auf den landwirtschaftlichen Flächen.

Einer der Leidtragenden ist Landwirt Claus-Heinrich Pahls. „Wir sind machtlos. Denn die Gänse haben keine Feinde.“ Auch die Jagd zeige kaum Wirkung. Derzeit haben es die Gänse auf das junge Wintergetreide abgesehen. Sie knabbern regelmäßig die Halme ab. Die Pflanze schieße zwar neue Triebe, aber der Ertrag sei hin, beschreibt Pahls resigniert die Schäden, für er übrigens keine Entschädigung erhält. Selbst von Flatterband auf den Feldern lassen sich die Vögel nicht stören. „Sie sind schlau genug, um zwischen den Bändern landen zu können.“ Sollten weitere Kiesabbauflächen, wie geplant, erschlossen werden, „weiß ich nicht, was wird“.

Auch der Naturschutzbeauftragte Erhard Zander aus Hänigsen sieht die wachsende Gänsepopulation mit Sorge: Denn die Vögel verunreinigen mit ihrem Kot Gewässer und Ufer und gefährden so andere Tierarten. „Ich habe deshalb nichts dagegen, wenn sie bejagt werden.“ Besonders problematisch seien die Nilgänse, die hier nicht hingehören. „Sie sind richtig aggressiv gegenüber anderen Arten.“

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