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Die Musketiere am C-Rohr

Uetze Die Musketiere am C-Rohr

Es ist ein besonderer Tag für zahlreiche Jungfeuerwehrleute aus der gesamten Region Hannover gewesen: 226 Jungen und Mädchen haben Sonntag in Uetze die Prüfung für die Leistungsspange, die höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr, bestanden. Das Besondere: Entweder die ganze Gruppe besteht die Prüfung oder keiner aus dem Team.

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Die Jugendfeuerwehr Seelze-Letter (oben) legt das Material bereit, um in Windeseile die C-Rohre für einen Löschangriff zusammenzubauen. Das Team aus Uetze (unten) bewältigt das Ausrollen der Schläuche in 59 Sekunden. Köhler (2)

Quelle: sandra Köhler

Uetze. „Wer die Leistungsspange hat, der ist gut vorbereitet auf den aktiven Dienst“, sagte Jonas Wrede von der Jugendfeuerwehr Aligse beim Warten auf den Staffellauf, eine der fünf zu absolvierenden Disziplinen. Der stellvertretende Regionsjugendfeuerwehrwart Daniel Imhof setzte noch einen drauf: „Das ist schon eine Adelung. Wer die Leistungsspange hat, hat damit etwas fürs ganze Leben.“

Die Leistungsspange ist das höchste Abzeichen für ein Mitglied der Jugendfeuerwehr. In Uetze haben junge Feuerwehrleute die Übung erfolgreich absolviert.

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Der 36-jährige Burgdorfer Stadtjugendfeuerwehrwart Dennis-Frederik Heuer trägt sie noch immer an seiner Uniform und kann sich sogar noch an das Jahr seiner Prüfung erinnern: „Das war 1995.“

Entsprechend aufgeregt waren Wredes Kameraden Patrick Könnecke und Marten Buchmann: „Wir haben geübt, aber ob das wirklich reicht?“ Besonderen Respekt hatten die Aligser vor dem Kugelstoßen und den Fragen zu ihrem Feuerwehrwissen sowie zu den Themen aus Gesellschaft und Politik.

Auf dem Sportgelände des Gymnasiums an der Marktstraße mussten sie zudem wie die Mitglieder der 34 anderen Gruppen auch im Staffellauf, Schlauchausrollen und dem großen Löschangriff Kompetenz und vor allem Teamfähigkeit beweisen. Denn Letztere ist das A und O: Genau wie später im aktiven Dienst. „Nur Teamwork zählt“, betonte Imhof.

Frei nach dem Motto „Alle für einen, einer für alle“ muss nicht jeder in allen Disziplinen Höchstleistungen bringen, wichtig sei das Zusammenspiel. So müssen beispielsweise beim Staffellauf in höchstens vier Minuten und zehn Sekunden insgesamt 1500 Meter absolviert werden. Zwar muss jedes Gruppenmitglied mindestens einmal laufen, aber es ist durchaus legitim, wenn ein in dieser Disziplin eher schwächerer Jugendlicher nur 50 Meter lauft, und die fitteren entsprechend weiter.

Geschenkt wurde dem Feuerwehrnachwuchs trotzdem nichts. „Leider haben es sechs Gruppen nicht geschafft“, sagte Imhof. Es mangelte zumeist an den sportlichen Fähigkeiten der Jugendlichen.

Von Sandra Köhler

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