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Mehr als 50 Prozent wollen einen Dorfladen

Uetze Mehr als 50 Prozent wollen einen Dorfladen

Die Eltzer Ideenwerkstatt ist bei den Planungen eines Dorfladens einen großen Schritt weitergekommen. Mehr als die Hälfte der Haushalte unterstützt das Vorhaben, wie jetzt eine Umfrage ergeben hat.

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In Eltze gibt es noch Einkaufsmöglichkeiten wie diesen Fleischer- und Bäckerladen, aber keinen Supermarkt.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Eltze. Mitte Januar hatten Mitglieder der Ideenwerkstatt im Dorf 544 Fragebögen zum Thema Dorfladen an die Haushalte verteilt. Bis zum 31. Januar wurden 295 ausgefüllte Bögen zurückgegeben. Nach Auskunft der Vorsitzenden der Ideenwerkstatt, Ortrud Sander, bekundeten 280 Haushalte ihr Interesse an einem solchen Geschäft. "Das sind 51,5 Prozent der verteilten und 94,9 Prozent der abgegebenen Fragebögen", rechnet Sander vor. Die Ideenwerkstatt hatte sich mehr als 50 Prozent Zustimmung als Ziel gesetzt. Sonst hätte sie ihre Pläne ad acta gelegt.

Ein wirtschaftlicher Verein soll den kleinen Supermarkt betreiben, in dem Kunden alles von Lebensmitteln bis zu Hygieneartikeln kaufen können und dem ein Café angegliedert werden soll. Damit der Verein Eigenkapital bilden kann, sollen die Mitglieder Anteile à 200 Euro erwerben. Laut Umfrage wollen Einwohner 245 Anteile zeichnen, was einer Summe von 49.000 Euro entspricht. "Damit sind wir sehr zufrieden" sagt Sander. "In Gesprächen sind uns aber noch mehr Anteile angekündigt worden", berichtet die Vorsitzende. Daher ist sie sicher, dass der Verein mehr als 50.000 Euro zusammenbekommt.

Wie viel Eigenkapital man tatsächlich benötige, soll eine Machbarkeitsstudie eines unabhängigen Instituts klären, erläutert Sander. Die Fachleute sollen die Daten der Umfrage auswerten und eine Umsatzprognose machen. In ihre Wirtschaftlichkeitsberechnung werden sie unter anderem die Kaufkraft des Ortes einfließen lassen.

Im Supermarkt sollen Angestellte die Waren verkaufen. 16 Einwohner können sich vorstellen, in dem Laden als Verkäufer zu arbeiten. Der Verein ist auch auf unentgeltliche Mitarbeit angewiesen. Laut Umfrage wird er auf 43 ehrenamtliche Helfer zurückgreifen können. 40 Eltzer können sich vorstellen, sich schon während der Projektphase ehrenamtlich zu engagieren. Bereits jetzt haben sich Einwohner gemeldet, die die Buchführung und die Lohnbuchhaltung übernehmen und den Verein steuerlich beraten wollen.

Der nächste Schritt ist die Machbarkeitsstudie, die die Gemeindeverwaltung in Auftrag geben will. Sie kostet 10.600 Euro. 80 Prozent der Kosten übernimmt die Region Hannover. Der Uetzer Rat hat seine Zustimmung an die Bedingung geknüpft, dass sich nicht nur mehr als die Hälfte der Eltzer einen solchen Laden wüscht, sondern sich auch ein ausreichend großer ehrenamtlicher Unterstützerkreis findet. Das endgültige Votum steht noch aus.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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