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Mehrheit für größere Holzlager

Uetze/Spreewaldseen Mehrheit für größere Holzlager

Die Gemeinde will den Anliegern der Spreewaldseen die Möglichkeit einräumen, ihre Grundstücke baulich besser zu nutzen. Das geht jedoch nur, wenn der Bebauungsplan (B-Plan) für das Gebiet geändert wird. Dafür haben sich jetzt der Ortsrat Uetze und der Planungsausschuss des Rates ausgesprochen.

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Auf zahlreichen Grundstücken an den Spreewaldseen wird das Holz notdürftig abgedeckt im Freien gelagert.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Uetze. Passiert die Änderung des Bebauungsplans auch den Verwaltungsausschuss der Gemeinde, ist auf den Grundstücken an den Spreewaldseen laut Ortsbürgermeister Hartmut Schulte künftig Folgendes erlaubt:

- Die überbaute Fläche für die Wohnhäuser darf 80 Quadratmeter nicht überschreiten.

- Für Carports ist maximal eine Fläche von 16 Quadratmetern erlaubt.

- Ein überdachter Freisitz darf bis zu 18 Quadratmeter groß sein.

- Für Nebenanlagen wie Holz- und Fahrradschuppen sowie Abstellraum, dürfen 18 Quadratmeter überbaut werden.

Die Holzschuppen sind der Hauptgrund, dass der B-Plan geändert werden soll. Denn für die Spreewaldseen erarbeitet die Klimaschutzagentur Region Hannover derzeit ein Klimakonzept. Dessen Ziel ist es, den Verbrauch von Heizstrom in der Siedlung deutlich zu senken. Weil ins Seengebiet keine Gasleitung führt, stehen in vielen Häusern Nachtspeicheröfen. Eine Alternative zum Strom ist die Wärmegewinnung aus Holz. Bislang dürfen Brennstofflager und Abstellraum zusammen maximal zehn Quadratmeter groß sein.

„Das ist zu wenig“, sagt Schulte, der selbst ein Haus an den Spreewaldseen bewohnt. Die Folge ist, dass die Bewohner ihre Holzvorräte im Freien - abgedeckt mit Folie oder Dachplatten - lagern. Verschärft hat sich die Lage laut Schulte dadurch, dass die Region Hannover verstärkt kontrolliert hat, ob die Auflagen des noch gültigen B-Plans für das Wohngebiet tatsächlich einhalten werden. „Teilweise mussten Holzlagerplätze zurückgebaut werden“, sagt der Ortsbürgermeister.

Kann Holz jedoch nicht ordnungsgemäß gelagert werden, wird es feucht und verbrennt nicht sauber, sodass es aus dem Schornstein qualmt. Dieser Geruch von brennendem Holz stört bereits jetzt Spreewaldseen-Anlieger. Sie befürchten, wenn die Holzlager auf den Grundstücken größer werden dürfen, dass mehr Häuser künftig mit Holz beheizt werden. Diese Besorgnis teilt Schulte nicht: „Es ist ja nicht so, dass eine Dunstglocke über den Spreewaldseen hängt.“

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Von Redakteur Anette Wulf-Dettmer

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