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Stolze: Baufirma reißt Fahrbahn unnötig auf

Uetze Stolze: Baufirma reißt Fahrbahn unnötig auf

Der frühere Bürgermeister Michael Stolze ist sauer auf die Uetzer Verwaltung. Diese hätte nach seiner Meinung verhindern müssen, dass beim Verlegen eines Kabels ein Feldweg aufgerissen wird.

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Der Asphalt des Feldwegs in Verlängerung der Straße zum Feuermoor ist aufgeschnitten worden, um dort ein Stromkabel verlegen zu können.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Schwüblingsen.  Darüber ärgert sich der frühere Uetzer Bürgermeister und Biolandwirt Michael Stolze: Beim Verlegen einer Stromleitung in der Schwüblingser Feldmark hat die Baufirma die Fahrbahn der Verlängerung der Straße Zum Feuermoor aufgeschnitten, damit sie auch dort das Kabel wie auf der übrigen Trasse in einem Graben verlegen kann.

Nach Stolzes Meinung hätte sich die Gemeindeverwaltung als Eigentümerin des landwirtschaftlichen Wegs dafür einsetzen müssen, dass die Leitung unter der Fahrbahn durchgepresst wird. „Die Gemeinde muss doch ein Interesse daran haben, dass die Wege im guten Zustand bleiben“, sagt Stolze. Schnittstellen auf der Fahrbahn seien oft der Ausgangspunkt für Straßenschäden.

Als er sich im Rathaus beschwert habe, sei die Antwort gewesen, dass der Bauleiter gesagt habe, die Straße sei nicht mehr in einem guten Zustand. Daher könne man den Asphalt auftrennen. „Die Baufirma hat ein Interesse, dass für sie wenig Kosten entstehen“, hält dem Stolze entgegen. Im Übrigen sei die Fahrbahn noch in Ordnung.

Das Vorgehen der Baufirma stellt nach Stolzes Meinung ein Affront gegen die Schwüblingser Landwirte dar. Wenn Bauern selbst Leitungen verlegt hätten, hätten sie diese unter den Wegen durchpressen lassen. Außerdem unterhielten die Landwirte die Wirtschaftswege in der Schwüblingser Gemarkung, obwohl diese der politischen Gemeinde gehören. Daher habe die Gemeinde Uetze in den vergangenen 25 Jahren kaum Geld für den Wegebau in Schwüblingsen ausgeben müssen.

„Bei uns in Schwüblingsen gibt es die Besonderheit, dass wir die Pachteinnahmen der Jagdgenossenschaft nicht an die Mitglieder auszahlen, sondern für den Wegebau und die Heckenpflege ausgeben“, bestätigt Carsten Fricke, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft. Um im Jahr 2000 mit Zuschüssen aus dem EU-Förderprogramm Pro Land alle Asphaltwege aus den Sechzigerjahren neu asphaltieren zu lassen, habe die Jagdgenossenschaft dafür sogar die Pachteinnahmen aus mehreren Jahren zur Verfügung gestellt. Damals sei auch der Weg erneuert worden, der jetzt aufgerissen wurde. Auch für Fricke stellt sich die Frage, weshalb man bei den Leitungsarbeiten nicht die technischen Möglichkeiten ausschöpft. 

„Durchpressen ist eine Möglichkeit“, räumt Gemeindesprecher Andreas Fitz ein. Aber dafür hätte die Baufirma auf beiden Seiten des Wegs große Baugruben ausheben müssen. „Es wäre an der Stelle unverhältnismäßig gewesen, das der Firma aufzuerlegen“, sagt Fitz. Daher werde das Kabel quer über den Weg in einem Graben verlegt. Die Stelle, an der die Fahrbahn aufgerissen worden ist, werde zunächst mit Mineralgemisch aufgefüllt. „Und wenn das Wetter besser ist, wird die Fahrbahndecke wieder fachmännisch geschlossen“, kündigt Fitz an.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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