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Henri Sander will hoch hinaus

Uetze Henri Sander will hoch hinaus

54 Piloten aus sieben Ländern, darunter Russland, Schweden und Litauen, haben am Wochenende auf dem Modellflugplatz zwischen Uetze und Brökel den Deutschen Meister im RC-Discus-Launch Gliding (F3K) ausgeflogen und um Weltcup-Punkte gefightet. Ausrichter war der Deutsche Aero Club.

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Auf dem Modellflugplatz der MFG Uetze wird ein internationalen Weltcup-Wettbewerb im RC-Discus-Launch Gliding ausgetragen.

Quelle: Sandra Köhler

Uetze/Brökel. Der 18-jährige Henri Sander ist neben Vereinschef Sebastian Brandes und Aaron Schott einer von drei Mitgliedern, die bei diesem Kombiwettbewerb um Weltcuppunkte und die deutsche Meisterschaft mitkämpften. Doch für Sander geht es um noch mehr: die Qualifikation zur Nationalmannschaft. „Dafür muss ich hier und beim nächsten Weltcupwettbewerb punkten“, sagt der hochgewachsene junge Mann. Die Konkurrenz ist groß: „Wir sind sieben oder acht, die unbedingt ins Nationalteam wollen.“
Momentan liege er in der Weltcup-Wertung einen Platz zu weit hinten, um im nächsten Jahr als einer von drei Senior-Piloten – das sind alle ab 18 Jahren – zur WM in die Ukraine zu fahren. Das Potenzial hat der begeisterte Pilot, der erst vor vier Jahren mit dem Discus-Launch-Gliding (F3K) begann, und in dieser Saison erstmals bei Weltcup mitmischt, sicherlich: Nach einem 17. Gesamtrang bei der deutschen Tour im Premierenjahr sicherte er sich zweimal in Folge den zweiten Platz in der Tourendwertung. Vor dem Uetzer Wettbewerb führte er dieses Feld an, im Worldcup lag er auf Rang 34.
„Ich habe F3K hier auf dem Flugplatz gesehen und war fasziniert von dieser lautlosen Art zu fliegen. Mich reizt einfach, dass man ohne große Hilfsmittel eine Stunde Spaß haben kann. Und das Drumherum, etwa wie man auf die Thermik achten muss“, sagt der Hänigser. Zum Modellflug gekommen ist er im Alter von acht Jahren. Da bekam er von seinem Vater zum Geburtstag einen Motorsegler geschenkt.
Ganz so einfach, wie es bei Sander klingt, ist es dann aber doch nicht. Schon beim Start werden den Piloten Leistungen abverlangt, die Leichtathleten in nichts nachstehen. So befördern sie ihre etwa 300 Gramm schweren Flugmaschinen aus Karbon wie ein Diskuswerfer mit Geschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern auf 60 Meter Höhe. „Dabei wirken Kräfte von mehr als 8 G auf das Flugzeug“, sagt Sander. Direkt danach gilt es, nicht nur mit ruhiger Hand zu steuern, sondern zügig Aufwinde zu finden. Nicht ganz einfach. Besonders dann, wenn das Wetter so wechselhaft ist wie am Wochenende.

Für Henri Sander reichte es am Ende für Platz 12, Sebastian Brandes kam auf Platz 10. Den Sieg trug der Schwede Mattias Hammarskjöld davon.

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Fotostrecke Uetze: Henri Sander will hoch hinaus

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Von Sandra Köhler

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