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Mühle Amme legt Erlebnisgarten an

Uetze Mühle Amme legt Erlebnisgarten an

Die Region Hannover gibt Geld für ein Modellprojekt der Seniorenwohnanlage Mühle Amme in Uetze. Auf dem Mühlengrundstück soll ein öffentlicher Erlebnisgarten für alle Generationen mit Backhaus und Hühnerstall entstehen

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Auf dem gerodeten Beet (im Vordergrund) entsteht ein Backhaus.

Quelle: Wulf-Dettmer

Uetze. Der Erlebnisgarten wird in den bereits bestehenden Mühlenpark integriert. Geplant sind Hochbeete, die teilweise unterfahrbar sind, damit auch Rollstuhlfahrer sie pflegen können. Es wird einen Brunnen mit Wassertrog geben. Es soll ein Backhaus errichtet werden - die Bäume auf dem kleinen Areal wurden bereits gefällt. Hinter der Mühle wird ein Hühnerhof mit einem mobilen Stall entstehen.

Der öffentlich zugängliche Erlebnisgarten ist ein weiterer Baustein des ländlich geprägten Quartiers rund um die historische Wassermühle an der Fuhse. Früher habe sie gedacht, solche Quartiere seien nur etwas für die Stadt, sagt Claudia Stünkel, Geschäftsführerin der Wohnanlage. Doch inzwischen sei sie überzeugt, dass diese auch auf dem Land ihre Berechtigung haben. „Geht es doch darum, dass die Menschen so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld leben können.“

Nicht zuletzt gehöre dazu auch, dass die Senioren die Möglichkeit haben, noch selbst aktiv zu sein. Deshalb werden die einzelnen Elemente des Erlebnisgartens zwar von Profis angelegt. „Nächste Woche werden die Aufträge an die heimischen Gärtnereien vergeben“, sagt Stünkel. Doch gepflegt werden soll der Garten von Bewohnern der Mühle und des Wohnparks. „Am Freitag ist das erste Gartenclubtreffen für alle, die Interesse an einer Mitarbeit haben. Es soll schon mal geklärt werden, wer die Hochbeete pflegt, sich um die Hühner kümmert oder beim Backen hilft“, kündigt Stünkel an.

Für den generationenübergreifenden Aspekt wird die Kita Familienhaus sorgen. „Die Kinder werden auch eines der Hochbeete pflegen.“ Bepflanzt werden sollen die Beete laut Stünkel vor allem mit Gemüse und Kräutern. Geplant ist auch ein Demobeet für den Getreideanbau. Aus dem Korn soll - nach dem Dreschen und Mahlen - im Backhaus Brot gebacken werden. Auch bei dem Namen für den Garten - „Goldammer“ - knüpft Stünkel an alte Traditionen an. „Das Mehl, das einst in der Mühle Amme gemahlen wurde, wurde unter dem Namen Goldamme verkauft.“

Die Region trägt alle Kosten des Projekts: 23614 Euro. Sie fördert insgesamt sechs Modellprojekte zum selbstbestimmten Leben im Alter mit rund 184 000 Euro. Darunter ist auch ein Vorhaben der Lebenshilfe in der Stadt Burgdorf. Der Erlebnisgarten soll am Freitag, 27. Mai, mit einer Feier eröffnet werden. Das Backhaus werde dann allerdings noch nicht in Betrieb sein, so Stünkel.

von Anette Wulf-Dettmer

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Von Redakteur Anette Wulf-Dettmer

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