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Barbara Petschuleit sagt Schülern Ade

Uetze Barbara Petschuleit sagt Schülern Ade

Viele Uetzer personifizieren die Musikschule Ostkreis Hannover mit Barbara Petschuleit. Während der Musizierstunde am 15. Juni in der Uetzer Agora verabschiedet sich die Musikschullehrerin von ihren Schülern und den Eltern – sie geht dann in den Ruhestand.

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Barbara Petschuleit wird auch im Ruhestand Blockflöte spielen.


Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze/Burgdorf. Seit Gründung der Musikschule Ostkreis Hannover im Jahr 1979 hat sie in Uetze und Burgdorf Kindern Blockflötenunterricht erteilt. „Zum Schluss war ich auch noch in Arpke“, fügt die 65-Jährige hinzu. Wie vielen Jungen und Mädchen sie die richtigen Flötentöne beigebracht hat, hat sie nicht gezählt. Von vielen Schülern hat sie auch die Eltern unterrichtet.

„Ich bin leidenschaftliche Musikschullehrerin“, sagt Petschuleit. Sie könne sich keinen schöneren Beruf vorstellen. Freude habe ihr bereitet, wenn Schüler Fortschritte gemacht und Erfolgserlebnisse gehabt hätten. Etwas Besonderes seien für sie stets die Herbstfreizeiten der Musikschule gewesen. Da habe sie ihre Schüler von einer ganz anderen Seite kennengelernt. Fotoalben mit Aufnahmen von den Freizeiten füllen bei ihr zu Hause in Bröckel die Regale.

„Ein Drittel meiner Schüler sind Erwachsene“, berichtet Petschuleit, denn seit 1981 lernen nicht nur Kinder bei ihr Blockflöte. „Die Erwachsenengruppen in Burgdorf und Uetze werde ich noch behalten“, kündigt sie an. Theodor Meyer, dem früheren Musiklehrer des Uetzer Gymnasiums, hat sie ihren Beruf zu verdanken. „Er hat zu mir gesagt: Du musst Blockflöte studieren und dann Musikschullehrerin werden“, erinnert sich die 65-Jährige. Bis dahin habe sie nicht gewusst, dass man Blockflöte studieren könne. Meyer bereitete sie auf die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule Hannover vor.

Noch während des Studiums gab sie unter Meyers Anleitung am Gymnasium Uetze einige Stunden Musikunterricht. „Eine Blockflötengruppe hatte ich da auch schon“, berichtet Petschuleit. Eine Vorliebe hegt sie für die Musik des Barocks und der Renaissance. „Die Blockflöte hatte ihre Blütezeit von 1600 bis 1750“, erläutert die Bröckelerin, deren Lieblingskomponist Georg Philipp Telemann ist. Gemeinsam mit ihrem verstorbenen Mann Franz-Karl und zwei befreundeten Ehepaaren musizierte sie in einem Barockensemble, das öffentlich auftrat. Gern erinnert sie sich an die Konzerte im 400 Jahre alten Fachwerkhaus in Wackerwinkel: „Da war immer eine sehr nette Atmosphäre.“ Die Musiker hätten dort unmittelbaren Kontakt zum Publikum gehabt. Petschuleit sagt schmunzelnd: „Für meinen Mann und mich waren es Heimspiele.“

Von Friedrich Schiller

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