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Nabu verbessert Bedingungen für seltene Kröten

Wackerwinkel Nabu verbessert Bedingungen für seltene Kröten

Der Naturschutzbund verbessert mit Geld von der Region die Lebensbedingungen für Amphibien, besonders für die Kreuz- und Knoblauchkröten in der Kieskuhle Wackerwinkel.

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Der Bauarbeiter Werner Weinert modelliert mit einem Radlader den sandigen Boden in der Kieskuhle.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. „Die Kieskuhle bei Wackerwinkel ist die artenreichste in der Gemeinde“, sagt der Uetzer Naturschutzbeauftragte Erhard Zander. Damit das so bleibt, verbessert der Naturschutzbund (Nabu) mit Geld von der Region Hannover jetzt die Lebensbedingungen für Amphibien, insbesondere für die seltenen Kreuz- und Knoblauchkröten.

1995 hatte der Nabu in der Kieskuhle fünf flache Tümpel angelegt, damit dort Amphibien laichen können. Diese sogenannten Blenken füllen sich im Winterhalbjahr mit Wasser. Im Spätsommer trocknen sie meistens aus, sodass sich dort keine Fische, die die Kaulquappen fressen, dauerhaft ansiedeln.

So entwickelte sich die Kieskuhle bei Wackerwinkel zum Lebensraum für Kreuz- und Knoblauchkröte, Laubfrosch, Teich- und Bergmolch. „Sie sind laut Bundesartenschutzliste besonders geschützt“, betont Zander. Aber auch Grasfrosch, Erdkröte und Kammmolch laichen dort. Andere Tiere, die auf Gewässer angewiesen sind, wie Steinfliegenlarven, Wasserläufer und Libellen trifft man ebenfalls an.

Weil sich in den Tümpeln im Laufe der Jahre Faulschlamm gebildet hat, haben sich die Bedingungen für die Amphibien aber verschlechtert. „Die Population konnte sich nicht mehr so gut entwickeln“, sagt Zander. Daher hat der NABU jetzt ein Bauunternehmen beauftragt, den Faulschlamm aus den Tümpeln zu baggern. Außerdem trägt die Firma in der Kieskuhle die humusreiche obere Bodenschicht ab, auf der in den vergangenen Jahren Weiden und andere Gehölze gewachsen waren. Es entstehen wieder offene Sandflächen, wie sie Kreuz- und Knoblauchkröte lieben.

„Die Gesamtkosten sind mit 4400 Euro veranschlagt“, sagt Zander, der die Erdarbeiten beaufsichtigt. Bei der Region Hannover hat der Nabu einen Zuschuss aus dem Biodiversitätsprogramm beantragt. Nach Angaben des Naturschutzbeauftragten übernimmt die Region 90 Prozent der Kosten.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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