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SPD vermutet Sicherheitslücke bei Remondis

Uetze SPD vermutet Sicherheitslücke bei Remondis

Noch gibt es keine eindeutigen Resultate über Ursache und Verursacher des Umweltschadens in Dedenhausen in unmittelbarer Nähe der Firma Remondis. Derweil fordert die Dedenhäuser SPD das Gewerbeaufsichtsamt auf, sicherzustellen, dass künftig kein Regenwasser mehr vom Remondis-Gelände fließen kann.

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Auf dem leicht abschüssigen alten Bahndammgelände in Dedenhausen strecken auf einer Länge von 100 Metern zahlreiche Bäume ihre kahlen Äste in den Himmel. Nur das Gras scheint sich langsam wieder zu erholen, die ersten Halme sprießen wieder.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Dedenhausen. Seit mehr als vier Wochen beunruhigt der Umweltschaden die Dedenhäuser. Entdeckt worden ist die abgestorbene Vegetation am Bahndamm am 21. Juni. Als vier Tage später nach einem Sturzregen große Mengen Wasser vom Remondis-Betriebshof genau dorthin flossen, wo Gras, Büsche und 30 bis 40 Bäume abgestorben waren, rückte die Firma als möglicher Verursacher des Umweltschadens in den Fokus.

Die SPD Dedenhausen befürchtet, dass von dem Betriebsgelände, auf dem laut Remondis gefährliche und ungefährliche Abfälle behandelt und umgeschlagen werden, eine latente Gefahr ausgehen könnte. „Es ist nicht hinnehmbar, dass eventuell belastetes Regenwasser das Betriebsgelände verlassen kann. Hier ist eine schnelle Abhilfe vonnöten“, sagt Ortsbürgermeister Joachim Hutschenreuter (SPD).

Die Sozialdemokraten wollen nicht länger auf die Laborergebnisse warten. Sie fordern vom Gewerbeaufsichtsamt eine umgehende Untersuchung, „um eine erneute Umweltgefährdung zu vermeiden, denn Starkregen kann jederzeit wieder auftreten“.

Wie von Remondis zu erfahren war, hat die Untere Wasserbehörde der Region Hannover nach dem Sturzregen eine offizielle Begehung des Betriebshofs gemacht.

Das Betriebsgelände hat laut Remondis eine interne Kanalisation. Das Wasser, das sich dort ansammelt, werde extra aufgefangen und fließe nicht in das öffentliche Abwassersystem. Allerdings sei das interne Entwässerungssystem für Wassermengen wie am 25. Juni ebenso wenig ausgelegt wie die öffentliche Kanalisation. „Deshalb sind grundsätzliche Überlegungen richtig, ob die Drainage eines Betriebshofs ausreicht oder ob man nachsteuern muss“, sagt Michael Schneider, Pressesprecher von Remondis. Am Standort Dedenhausen werden solche Überlegungen jetzt angestellt.

Am 28. Juni nahmen Experten der Landwirtschaftskammer Boden- und Pflanzenproben am Bahndamm. Inzwischen gibt es Resultate. „Aber sie sind nicht eindeutig“, sagt Regionssprecherin Carmen Pförtner auf Anfrage. Deshalb müssten sich die Experten der Landwirtschaftskammer und der Regionsverwaltung noch beraten. Wenn man nicht wisse, nach welcher Substanz man suchen soll, sei eine Analyse sehr schwierig, gibt der Remondis-Sprecher zu denken.

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Die Blätter diese Baumes am Bahndamm sind rostrot verfärbt und abgestorben. Im Hintergrund ist das Betriebsgelände von Remondis zu erkennen.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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