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Werden die Spreewaldseen Sanierungsgebiet?

Uetze Werden die Spreewaldseen Sanierungsgebiet?

Soll die Gemeinde das Irenensee- und Spreewaldseengebiet förmlich zum Sanierungsgebiet erklären? Das schlägt die Kilimaschutzagentur Region Hannover vor, um einen zusätzlichen Anreiz für die energetische Sanierung der Gebäude dort zu schaffen. Doch die Gemeindeverwaltung rät davon ab.

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Ziele des Energiekonzepts für das idyllisch gelegene Spreewaldseengebiet (im Bild) ist, jährlich sieben Häuser zu sanieren. 

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Die meisten der 283 Häuser im Irenensee- und Spreewaldseengebiet sind älter als 30 Jahre. Viele sind energetisch nicht auf dem neuesten Stand. Im Energiekonzept, das die Klimaschutzagentur für das Gebiet aufgestellt hat, setzt sie das Ziel, jedes Jahr mindestens sieben Häuser zu sanieren. Das entspricht einer Quote von 2,5 Prozent der Gebäude.

Eigentümer von Gebäuden in einem festgesetzten Sanierungsgebiet können höhere Steuervorteile geltend machen.  "In einem förmlichen Sanierungsgebiet können 100 Prozent der Investitionskosten für die vertraglich vereinbarten Sanierungsmaßnahmen gemäß Paragraf 7h des Einkommensteuergesetzes über zwölf Jahre steuerlich abgesetzt werden - jeweils neun Prozent in den ersten acht Jahren und dann jeweils sieben Prozent in den letzten vier Jahren", erläutert Karin Windhausen, Leiterin des Teams Bauleitplanung im Rathaus.

Um die künstliche Seenlandschaft vor den Toren Uetzes als Sanierungsgebiet festzusetzen, müsste der Rat dafür eine Satzung mit den Sanierungszielen und einer Frist für deren Umsetzung verabschieden. Ein Zeitraum von zehn bis 15 Jahren ist üblich.

Außerdem müsste ein Sanierungsmanagement gewährleistet sein, das die Hauseigentümer berät. Es müsste mit den Eigentümern abstimmen, ob die geplanten Bauarbeiten mit den Sanierungszielen übereinstimmen, einen Modernisierungsvertrag aufsetzen und die Rechnungen prüfen, ob die Sanierung wie vertraglich vereinbart ausgeführt wurde. Schließlich müsste das Sanierungsmanagement auch noch eine Bescheinigung für das Finanzamt ausstellen.

"Die Verwaltung hat keine freien Kapazitäten, um diese Arbeiten zu übernehmen", stellt Windhausen klar. Aber die Klimaschutzagentur würde es gegen ein Eintgelt machen. Bei sieben Sanierungen im Jahr müsste die Gemeinde ihr 11.000 Euro überweisen. Hinzu kämen noch einmal pro Jahr 3000 Euro für die Öffentlichkeitsarbeit. Bei zehn Sanierungen würde sich die Gesamtsumme von 14.000 auf fast 19.000 Euro erhöhen.

Weil die finanzschwache Gemeinde die finanzielle Verpflichtung über einen längeren Zeitraum eingehen müsste, rät die Verwaltung dem Rat trotz der Senkung des Energieverbrauchs davon ab, ein Sanierungsgebiet festzusetzen. Nur ein relativ kleiner Personenkreis würde von den Ausgaben der Gemeinde profitieren, gibt Windhausen zu bedenken. Die Entscheidung treffen die politischen Gremien der Gemeinde.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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