Uetze. Das erst vor drei Jahren von den Kirchengemeinden und der Kommune verabredete Netzwerk, dem sich längst Vereine, Schulen, Kindertagesstätten und andere mit Kindern befasste Einrichtungen sowie der Seniorenbeirat angeschlossen haben, fährt auf der Erfolgsspur. „Das Netzwerk hat bewirkt, dass alle Vereine und Einrichtungen, die mit Kindern zu tun haben, zusammengerückt sind“, zog Diakonin Karin Lawrenz-Meier jetzt Bilanz.
Warum auch der Seniorenbeirat das Bildungsprojekt unterstützt, das zuletzt 137 bedürftigen Kindern pro Schuljahr für jeweils 50 Euro Schulmaterialien bezahlte, begründete der Vorsitzende Rüdiger Römmert so: „Wir sind alle Omas und Opas, haben Enkel und sind daher laufend mit Enkelfreuden befasst.“
Römmert übergab Lawrenz-Meier und Ursula Tesch von der Gemeinde einen auf 3230,50 Euro ausgestellten Scheck. Das Geld stammt aus dem Verkauf von Postkarten mit Motiven, die von Drittklässlern der Grundschulen in der Gemeinde stammen. Die Kinder hatten ihre Träume gemalt. Der Seniorenrat wählte die besten 20 Bilder aus, ließ sie auf 5000 Karten drucken und brachte diese an die Frau und an den Mann. Inzwischen seien nur noch Restbestände zu haben, sagte Tesch: im Rathaus in Uetze und in der Verwaltungsnebenstelle in Hänigsen.
Nachdem das Netzwerk inzwischen finanziell auf einem soliden Fundament steht, will das kommunale Präventionsgremium nun den nächsten Schritt wagen. Fortan soll es nicht mehr nur Einzelfallhilfen für von Armut betroffene Kinder geben. Das Netzwerk will mit seinem Sozialfonds nächstes Jahr auch Projekte wie den offenen Kindertreff in Eltze und die Hausaufgabenhilfe mit Mittagstisch in Uetze unterstützen.
Joachim Dege
HAZ.de Anmeldung
