Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -4 ° Nebel

Navigation:
Land löst Notunterkunft auf

Uetze Land löst Notunterkunft auf

Das Land Niedersachsen löst die Notunterkunft für neu ankommende Flüchtlinge in der früheren Stötzner-Schule bis Ende dieses Monats auf.
Derzeit wohnen dort nur noch 16 Asylsuchende, die das Land bis zum Monatsende auf Kommunen verteilt.

Voriger Artikel
Charlotte-Katharina fliegt in die USA
Nächster Artikel
Jugendlicher Radfahrer hat 1,76 Promille

Die Notunterkunft für neu ankommende Flüchtlinge in der Stötzner-Schule wird aufgelöst.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. "Die Zahl der Neuankömmlinge ist stark zurückgegangen. Die Situation heute ist nicht mit der im vorigen Herbst vergleichbar, als täglich 2000 ankamen", begründet Matthias Eichler, Sprecher des Niedersächsischen Innenministeriums, die Auflösung.

Die Notunterkunft in der Stötzner-Schule ist für 200 Flüchtlinge ausgelegt. Zeitweise waren dort sogar 220 Personen untergebracht. Betreiber im Auftrag Niedersachsens ist der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). "Die Vereinbarung zwischen dem Land und dem ASB läuft am 10. September aus", sagt Eichler.

"Der Rückbau soll am 1. August beginnen, um das Gebäude Mitte September der Kommune übergeben zu können", kündigt der Ministeriumssprecher an. Für den Rückbau seien das Land und der ASB zuständig. Zum Beispiel müssen das große Zelt und die Sanitärcontainer auf dem Hof sowie die Metalltreppe abgebaut werden, die außen am Gebäude als zusätzlicher Fluchtweg installiert worden ist.

Was geschieht mit dem Gebäude, in dem bis zum Sommer 2015 eine Förderschule war? "Das ist die große Frage", antwortet die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch. Noch ist die Gemeinde Eigentümerin der Immobilie, die bis zur Bildung der Region Hannover im Jahr 2001 dem damaligen Landkreis Hannover gehörte. Vertraglich ist geregelt, dass das Gebäude an die Region Hannover fällt, wenn die Gemeinde es nicht mehr schulisch nutzt. Für die Zeit der Notunterkunft sollte es noch in Eigentum der Gemeinde bleiben.

Angesichts der Raumnot im Rathaus überlegt die Verwaltung, ob sie die frühere Schule eventuell behalten kann. Laut Tesch müssen zwei Fragen geklärt werden: "Zu welchen Bedingungen können wir das Baudenkmal übernehmen, und für welche Zwecke ist es nutzbar?" Ein Manko sei, dass es nicht barrierefrei ist.

Das Heim in Dollbergen bleibt

Im Auftrag der Gemeinde betreibt der ASB in Dollbergen eine Notunterkunft für Flüchtlinge mit maximal 60 Plätzen. Nach Auskunft der Ersten Gemeinderätin Ursula Tesch sind dort derzeit 48 Schutzsuchende untergebracht, die vom Land zugewiesen worden sind. Wenn das Flüchtlingswohnheim in Uetze an der Webgartenstraße fertig ist, will die Gemeinde nach und nach die Notunterkunft in Dollbergen auflösen. "Den Betreibervertrag mit dem ASB wollen wir im März auslaufen lassen", sagt die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

doc6sm533erexe15n0mxchw
Früher ist Weihnachten schlichter gewesen

Fotostrecke Uetze: Früher ist Weihnachten schlichter gewesen