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Nutzer sollen Dorfräume voll zahlen

Uetze Nutzer sollen Dorfräume voll zahlen

Die neue Gebührenordnung für die Dorfgemeinschaftshäuser bleibt umstritten. Zwar hat der Ratsausschuss für Finanzen den Entwurf gebilligt, doch nur mit den fünf Stimmen von SPD und Freie gegen die vier Stimmen von CDU und Grüne.

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Die Ole Dorpschaule in Uetze ist eines der Dorfgemeinschaftshäuser in der Gemeinde.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Die neue Gebührenordnung, die zum 1. Januar in Kraft treten soll, sieht vor, dass alle Nutzer der Räume die Kosten für Strom, Wasser und Heizung bezahlen müssen - und zwar in voller Höhe. Bisher haben die Vereine, die Räume in den Dorfgemeinschaftshäusern fest gemietet haben, nur 25 Prozent der Betriebskosten tragen müssen. Den Löwenanteil von 75 Prozent zahlte bislang die Gemeinde.

Vereine, die sich nur in regelmäßigen Intervallen in den Dorfgemeinschaftshäusern treffen, mussten nichts bezahlen. Sie sollen künftig für Veranstaltungen in den Häusern unterschiedlich hohe Pau- schalen für die verschiedenen Räume entrichten und sich auf diesem Wege an den Kosten beteiligen.

„Wir erzielen eine Gleichbehandlung aller, die Räumlichkeiten der Gemeinde nutzen“, sagte Jürgen Buchholz (SPD). Die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch hob hervor, dass die Gemeinde keine Miete erheben wolle: „Es geht nur um die verursachten Kosten.“ Außerdem könne man so die Nutzer besser sensibilisieren, Energie zu sparen.

Hingegen befürchtete CDU-Fraktionschef Dirk Rentz: „Die Gebührenordnung wird dazu führen, dass bewährte Absprachen aufgekündigt werden.“ So halte die Kirchengemeinde als Gegenleistung für die bisherige kostenlose Nutzung eines Raumes in der alten Schwüblingser Schule den Platz vor der Christus-Kirche sauber.

„Das ist das falsche Signal“, pflichtete ihm Dina de Haas (Grüne) bei. Die Gebühren würden nur Ehrenamtliche demotivieren, sich weiter zu engagieren.

Diese Gefahr sieht Friedrich-Wilhelm Homann (Freie) nicht. Er hat nach eigenem Bekunden bei den Nutzern der Olen Dorpschaule nachgefragt: „Sie zahlen gern den vollen Betrag.“

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