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Ölfilm droht Fuhse zu verschmutzen

Großeinsatz der Feuerwehr Ölfilm droht Fuhse zu verschmutzen

Ein Ölfilm auf einem Zufluss der Fuhse in Höhe Dollbergen hat am Sonntag 27 Einsatzkräfte der Feuerwehren Dollbergen und Uetze sowie Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde stundenlang beschäftigt. Die Quelle der Verschmutzung ist mit großer Wahrscheinlichkeit die Altölraffinerie Avista. 

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Quelle: Symbolbild

Dollbergen. Entdeckt hat die Verschmutzung auf dem Graben, der südlich der Eddesser Landstraße in Höhe des Waldstücks Horst in die Fuhse fließt, Hans-Dieter Meyer, der nach eigenen Worten fast jeden Tag am Graben spazieren geht. Meyer, selbst Feuerwehrmitglied, informierte Ortsbrandmeister Thomas Rolle.Dieser alarmierte um 9.47 Uhr zunächst die Dollberger Feuerwehr und kurz darauf – als das Ausmaß der Verschmutzung erkennbar war – auch die Uetzer. Mit vereinten Kräften gelang es, den Ölfilm zu stoppen, kurz bevor dieser in die Fuhse geschwemmt wurde.

Der Graben schlängelt sich etwa zwei Kilometer durchs Dorf. Ausgangspunkt ist das Überlaufbecken der Altölraffinerie Avista nördlich des Dollberger Bahnhofs. Bis zu dem Becken haben die Feuerwehrleute den Ölfilm zurückverfolgen können. Werksmitarbeiter sicherten das Becken, das offenbar übergelaufen war. Seitdem wurde der Ölfilm auf dem Graben zumindest nicht mehr größer.

„Wir haben Schlauch- und Brettersperren ausgelegt und den Ölfilm mit schwimmfähigen Bindemitteln gebunden“, berichtete Gemeindebrandmeister Tobias Jacob. Ein Vertreter der Unteren Wasserbehörde, der ebenfalls zum Einsatzort geeilt war, untersuchte den Schmutzfilm auf dem Wasser – und machte eine überraschende Entdeckung: „Es ist wahrscheinlich gar kein Öl, das auf Graben schwimmt“, sagte Rolle. Möglicherweise handele es sich um Bakterien, die auf dem Graben einen Film gebildet haben, der genauso schimmert wie Öl auf Wasser.

Avista-Betriebsführer Christian Krüger erklärte der Feuerwehr, dass mithilfe von Bakterien vor einigen Tagen die Rohrleitungen der Raffinerie gesäubert wurden. „Es steht noch nicht fest, ob sie umweltgefährdend sind“, sagte Rolle. „Deshalb kam am Nachmittag auf jeden Fall der Saugwagen, um den chemischen Film aufzunehmen.“ Am Nachmittag kontrollierte die Feuer erneut, ob die Sperren noch stehen. „Damit nichts in die Fuhse kommt, weil die Lage noch nicht ganz eindeutig ist“, erklärte der Ortsbrandmeister.

Heinz-Dieter Meyer hofft, dass die Natur im und am Graben keinen Schaden nimmt. „Ich sehe dort regelmäßig Graureiher und auch Silberreiher, die im Wasser stehen und auf Beute warten. Zudem jagt dort auch der seltene Eisvogel auf.“

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