Katensen. „Das Problem ist nicht die Straßenreinigung an sich, sondern der Winterdienst“, sagt Ortsbürgermeister Frank Prusseit und verweist auf die besondere Situation im Ort. In Katensen gebe es gerade mal zwei echte Fußwege und ansonsten nur unbefestigte Seitenräume, die auch im Sommerhalbjahr schwer sauber zu halten seien.
Im Winter könne man dort meist gar nicht gehen, weil es zu feucht sei, sagt Prusseit. Stattdessen bei Eis und Schnee die angrenzenden Straßen auf eineinhalb Metern Breite zu räumen, könne man den Anwohnern nicht zumuten. An manchen Grundstücken müssten dann 400 Meter Straße geräumt werden. Zudem werde der Schnee auf den teils viel befahrenen Straßen schnell festgefahren und sei dann nur sehr schwer zu beseitigen.
Was in Orten mit mehr Fußwegen und wenig befahrenen Straßen möglich sei, lasse sich nicht eins zu eins in Katensen umsetzen. Deshalb schlägt der Ortsrat vor, die Pflicht zum Winterdienst dort aufzuheben und das mittels Hinweistafeln unter den Tempo-30-Schildern mit „Eingeschränkter Winterdienst“ kenntlich zu machen.
Jürgen Koch, Teamleiter für Ordnung und Verkehr im Rathaus, räumt ein, dass Katensen in gewisser Weise ein Sonderfall sei und man in Abgrenzung zu echten unbefestigten Gehwegen deshalb vielleicht eine Sonderregelung finden müsse. Er hat aber Zweifel, dass man bei Fußgängern wie bei Autos mit dem Hinweis auf eingeschränkten Winterdienst arbeiten kann.
Norbert Korte
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