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25 Jahre Ortsumgehung Uetze

Uetze 25 Jahre Ortsumgehung Uetze

Darüber können die Uetzer froh sein: Seit 25 Jahren macht der Durchgangsverkehr auf der Bundesstraße 188 einen großen Bogen um ihren Heimatort. Am 12. September 1991 hat Hans-Dieter Kuhlmann aus dem Niedersächsischen Landesamt für Straßenbau die Uetzer Ortsumgehung für den Verkehr freigegeben.

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Weit mehr als 100 Uetzer warten am 12. September 1991 darauf, dass die Absperrbaake auf der Ortsumgehung weggeräumt wird.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. In seiner Rede hob Kuhlmann hervor, dass die Bauarbeiter die 13,8 Millionen Mark teure Straße in nur 14 Monaten fertiggestellt hätten. Für die Anwohner der alten Ortsdurchfahrt werde sich die Wohnqualität verbessern. Die Verlegung der Bundesstraße ermögliche es, die Kaiserstraße zu einer verkehrsberuhigten Zone zu machen. "Es wird bald möglich sein, dort vom Verkehr ungestört zu bummeln, einzukaufen und sich wohlzufühlen", sagte Kuhlmann.

Um die Kaiserstraße vom Verkehr zu entlasten, wurde damals der Verlauf der Landesstraße 387 und der Kreisstraße 130 im Ort verändert. Um von Dollbergen nach Bröckel zu gelangen, sollen die Autofahrer nicht mehr über Kaiser- und Marktstraße fahren, sondern über die Burgdorfer Straße die Ortsumgehung ansteuern. Wer von Eltze in Richtung Burgdorf will, soll ebenfalls die Kaiserstraße meiden und auf kurzem Wege von der Benroder Straße über die Gifhorner Straße zur Ortsumgehung fahren.

Um langfristig sämtlichen Durchgangsverkehr aus Uetze herauszuhalten, wies der Rat im Flächennutzungsplan am südwestlichen Dorfrand eine Entlastungsstraße aus, die irgendwann einmal die Dollberger Straße mit der Ortsumgehung verbinden soll. Gebaut wurde nur ein Teilstück: die Frohburger Straße. Die restliche Strecke wird wohl Utopie bleiben.

Für eine Verkehrsberuhigung auf der Kaiserstraße gab es viele Pläne. Von einer verkehrsberuhigten Zone verabschiedeten sich aber die Kommunalpolitiker schnell. Die wesentlichste Änderung im Ortskern war 1998 der Umbau der Europakreuzung in einen Kreisel.

Auf der Kaiserstraße wurde die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 30 reduziert. Umstritten waren die sogenannten Profiblocks, mit denen die Gemeinde die Fahrbahn an einigen Stellen provisorisch einengte. Die Umwandlung der Bäcker-, Kirch- und Schmiedestraße in Einbahnstraßen stieß ebenfalls nicht überall auf Gegenliebe. Auch hier war das Ziel, Durchgangsverkehr aus dem alten Ortskern fernzuhalten.

Im Jahr 2000 gestaltete die Gemeinde den Hindenburgplatz und die Kaiserstraße vom Kreisel bis zur Apothekenstraße um. Nach dem Umbau galt für die Kaiserstraße rechts vor links. Weil sich viele Uetzer damit überhaupt nicht anfreunden wollten, ist die Kaiserstraße längst wieder Vorfahrtstraße. Auch Tempo 30 wurde aufgehoben.

Für eine Umgestaltung der östlichen Kaiserstraße gab es ebenfalls Pläne. Ein weiterer Kreisel sollte am Knotenpunkt Kaiser-/Oster-/Schmiede-/Runde Straße entstehen. Die Entwürfe verschwanden in der Schublade.

Alter Handelsweg

"Die heutige B 188 ist ein traditionsreicher Handelsweg, der als 'Via regia' seit alters her aus dem Calenberger Land ins Brandenburgische führte." Daran erinnerte das Landesamt für Straßenbau in einem Faltblatt, das es zur Eröffnung der Uetzer Ortsumgehung herausgab. Die Via regia hat in Uetze die Fuhse an der Stelle gequert, an der auch die "Rechte Peiner Heerstraße" den Fluss kreuzte. Diese Straße hat Celle über Peine mit Braunschweig und Hildesheim verbunden. Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage hat Uetze früh eine überörtliche Bedeutung gehabt.

Neue Relevanz als wichtige Ost-West-Verbindung erlangte die heutige B 188 nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze 1989. Insbesondere Lastwagenfahrer nutzen sie heute als Ausweichstrecke, wenn nach einem Unfall auf der Autobahn 2 nichts mehr läuft.

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Fotostrecke Uetze: 25 Jahre Ortsumgehung Uetze

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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