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Oliver Wempe will es noch einmal wissen

Uetze Oliver Wempe will es noch einmal wissen

Auch wenn Oliver Wempe auf mehr als zehnjährige Rats- und noch längere Parteiarbeit zurückblickt: Seine jetzige Kandidatur für den Rat und Ortsrat in Uetze bedeutet für ihn eine Premiere. Denn der ehemalige Christdemokrat tritt als Parteiloser zur Kommunalwahl am 11. September an.

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Oliver Wempe (47) tritt als parteiloser Kandidat zur Kommunalwahl für den Rat und Ortsrat Uetze an.

Quelle: privat

Uetze. Für die CDU arbeitete Wempe von 1992 bis 2006 im Rat mit, hinzu kommen Mandate im Ortsrat Uetze und in der Regionsversammlung, zuvor im Kreistag. Nach einer Kontroverse mit seiner Partei verließ der 47-Jährige die CDU und engagierte sich zehn Jahre lang als Elternvertreter der Schulen, auch auf Gemeindeebene. "Deshalb sitze ich seit fünf Jahren auch wieder als stimmberechtigtes Mitglied im Bildungs- und Sozialausschuss", sagt er.

Die Entscheidung für eine unabhängige Kandidatur basiere auf vielen Gespräche mit Weggefährten aus der Elternarbeit, aber auch den Vereinen. Daraus resultierten auch die drei Themenschwerpunkte, die er bei einer Wahl im Rat bearbeiten möchte: "Wir benötigen einen runden Tisch, an dem alle Schulen vertreten sind und eine offenen und ehrlichen Dialog führen", sagt er. Dazu gehöre für ihn, dass die weiterführenden Schulen ein Verständnis für die Arbeit der anderen entwickeln. "Schulen sollten im Wettbewerb stehen, aber keine Konkurrenz aufbauen", fasst er seine Erfahrung aus den Schulgremien zusammen. Und: "Ich erwarte ein Bekenntnis der Gemeinde zu allen Standorten der Grundschulen."

Für die Entwicklung der Gemeinde will Wempe eine Denkfabrik installieren - mit Vertretern aus Uetze, aber auch mit auswärtigen Studenten. "Dort sollen die Teilnehmer einmal definieren, wie sich Uetze entwickeln soll." Es gebe derzeit viele Baustellen und Ansätze, aber eine klare Linie fehle. So sei der Slogan "Freizeitland Uetze" nie wirklich mit Leben gefüllt worden. "Wir brauchen ein Ziel, wohin wir uns entwickeln möchten, und dann müssen wir den Weg finden", beschreibt er seine Idee. Dazu gehöre für ihn auch, neue Baugebiete maßvoll auszuweisen und eine Nachverdichtung in den Ortschaften nur dort zu ermöglichen, wo der dörfliche Charakter erhalten bleibe.

Seinen dritten selbst gesetzten Schwerpunkt, die Stärkung des Ehrenamtes, kennt Wempe aus eigenem Erleben: Er engagiert sich nicht nur in den Elterngremien der Schulen, sondern steht auch als Schauspieler bei Die Spielerei auf der Bühne, organisiert die Pressearbeit bei Chorange, ist aktiv im Skatclub Schwarzer Grande und in der Leaderregion Aller-Fuhse-Aue. "Vielen Vereinen fehlt die Unterstützung, zum Beispiel bei Abrechnungen", hat er festgestellt. Und als mittelfristige Idee möchte er die Stötzner-Schule als Haus der Vereine umgestalten - mit öffentlicher Förderung. "Das will ich in der nächsten Ratsperiode anschieben."

Dabei sieht er sich als Unabhängiger im Vorteil: "Ich kann etwas für die Gemeinde fordern, ohne mich erst mit einer Partei abstimmen zu müssen", sagt Wempe. Er selbst werde nach Themen abstimmen, nicht mehr nach Fraktionszwang. "Auf jeden Fall freue ich mich auf leidenschaftliche Debatten", sagt er und fügt hinzu, als Mediator dann auch auf die Kompromisse. Sein größter Wunsch für den 11. September: "Eine hohe Wahlbeteiligung."

Der Kandidat

Seit 40 Jahren lebt Oliver Wempe in Uetze. Der 47-Jährige absolvierte nach einem Studium eine Ausbildung als "Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste", ehe er als Mitarbeiter an die Uni-Bibliothek wechselte. Der Vater einer Tochter bestand zusätzlich eine Qualifizierung im betrieblichen Gesundheitsmanagement und lässt sich als Mediator ausbilden.

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