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Politiker sind gegen Förderprogramm

Uetze Politiker sind gegen Förderprogramm

Der Uetzer Ratsausschuss für Planung sieht im Moment keine Notwendigkeit, ein Förderprogramm "Jung kauft Alt" für den Kauf von Altbauten aufzulegen. Zu den Haushaltsberatungen 2018 will er das Thema eventuell wieder aufgreifen.

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Altbauten wie an der Bentestraße bestimmen das Bild in den Ortskernen der Ortchaften der Gemeinde Uetze.

Quelle: Friedrich-Wilhlem Schiller

Uetze. Im Demografiebericht für die Gemeinde Uetze hatte die Autorin Ruth Rohr-Zänker empfohlen, Lehrstände in den Ortskernen zu vermeiden, indem man die alten Siedlungsbereiche stärkt. Diesen Zweck sollte das Förderprogramm erfüllen, mit dem bereits andere Gemeinden wie Hiddenhausen in Nordrhein-Westfalen und Edemissen im Landkreis Peine positive Erfahrungen gesammelt haben.

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, wie in Edemissen jährlich 15000 Euro im Gemeindehaushalt zur Verfügung zu stellen. Das Geld sollte - insbesondere für junge Familien - Anreize schaffen, ein Wohnhaus zu erwerben, das vor 1975 gebaut worden ist. Einmalig sollte es 600 Euro für ein Altbaugutachten geben.

Außerdem war eine jährliche Förderung mit einer Laufzeit von fünf Jahren geplant. Der Grundbetrag sollte sich auf 600 Euro belaufen. Je Kind bis zum 18. Lebensjahr sollte er sich um 300 Euro erhöhen. Der Höchstbetrag für die jährliche Bezuschussung sollte 1500 Euro nicht übersteigen. "Es ist nicht davon auszugehen, dass die Förderung für mehr als zehn Häuser mit der maximalen Summe beantragt wird", hatte Karin Windhausen, Leiterin des Teams Bauleitplanung, in einer Ratsdrucksache geschrieben.

"Das Förderprogramm ist kein Allheilmittel, um Leerstände zu vermeiden, aber eine Möglichkeit", sagte Windhausen. Mit relativ geringem Aufwand könne man viel erreichen

"Vor einigen Jahren hat so eine Förderung noch Sinn gehabt", entgegnete Eike Dralle (CDU). Inzwischen gebe es auch in den kleinen Dörfern kaum Leerstände. Es entstehe nur ein Mitnahmeeffekt für diejenigen, die ohnehin ein Haus kaufen würden. Wenn leer stehende Häuser nicht verkauft würden, liege das meistens daran, dass die Eigentümer nicht verkaufen wollten, gab der Ausschussvorsitzende Werner Hübner (CDU) zu bedenken.

"Für ein solches Programm ist jetzt der falsche Zeitpunkt", sagte Dina de Haas (Grüne). Viele Familien nutzten die Niedrigzinsphase, um ein Haus zu kaufen oder zu bauen.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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