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Polizei wirbt mit Musik für Toleranz

Dollbergen Polizei wirbt mit Musik für Toleranz

Das Polizeiorchester Niedersachsen erzählt den Grundschülern in Dollbergen eine musikalische Geschichte von Anderssein und Ausgrenzung und wirbt mit Musik für Toleranz.

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Die Mitglieder des Polizeiorchesters Niedersachsen üben mit den Dritt- und Viertklässlern Bodypercussion.

Quelle: Sandra Köhler

Uetze. „Wir sehen anders aus, aber wir sind Menschen wie ihr“: Dieser Satz drückt aus, was die Musiker des Polizeiorchesters Niedersachsen den Schülern der Löwenzahnschule mit ihrer musikalischen Geschichte „Namene“ über das Ausgrenzen, Anderssein und Zueinanderfinden über die Grenzen von Hautfarbe und Kulturen hinweg vermittelt haben.

Nach der gesprochenen und musikalisch umgesetzten Geschichte Namenes, des in Deutschland geborenen Mädchens afrikanischer Eltern, das seiner Hautfarbe wegen gemobbt wird, vertieften die Polizisten Themen wie Zivilcourage und Gewalt mit den Dritt- und Viertklässlern in drei Workshops.

Aktuell besuchen - anders als in Uetze - keine Flüchtlingskinder die Dollberger Grundschule. Denn diese gehen dort zur Schule, wo sie auch wohnen, um Kontakte in der Nachbarschaft knüpfen zu können. „In Dollbergen haben wir bisher nicht so viele Flüchtlinge untergebracht“, sagte Rathaussprecher Andres Fitz.

Trotzdem sind Lehrerkollegium und Schüler in dieser Hinsicht nicht unerfahren: „Im vergangenen Jahr hatten wir hier zwei Kinder einer tschetschenischen Familie“, sagte Konrektorin Tanja Dettmering: „Aber das war kein Problem, auch wenn sie gar kein Deutsch konnten. Die Kinder haben sie problemlos integriert.“ Ein stimmiges Konzept zur Arbeit mit Flüchtlingen könne man aber erst dann erstellen, wenn klar ist, wann wie viele an die Schule kämen. „In den Köpfen bereiten wir uns darauf vor“, sagte Dettmering.

Ausgegrenzt werden, weil jemand anders ist: Da haben auch Sabrina (9) und Sofia (8) schon ihre Beobachtungen gemacht: „Da war ein Mädchen, das hatte andere Sachen an als die meisten. Deswegen ist sie oft geärgert worden. Und dann war sie ganz schön aggressiv.“ Der neunjährigen Jule fiel zwar keine konkrete Situation mehr ein, in der sie gesehen hatte, wie jemand wie Namene wegen seiner Andersartigkeit nicht akzeptiert wurde. Aber wie sie sich angesichts dessen gefühlt hat: „Das ist richtig traurig.“

Sandra Köhler

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