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Lehrvertrag scheitert an der Bürokratie

Uetze Lehrvertrag scheitert an der Bürokratie

Der Verein Ausbildung im Verbund pro regio wird Firmen unterstützen, die Flüchtlingen eine Berufsperspektive bieten wollen. Das hat pro-regio-Geschäftsführerin Yvonne Salewski gestern beim Ausbilder-
frühstück für Betriebe in der Gemeinde Uetze angekündigt.

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Das ist bislang eine Ausnahme: Der Flüchtling Ibrahim Hamad (rechts) macht beim Uetzer Tischlermeister Klaus Miehe ein Praktikum.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Ramona Bode-Pröve vom gleichnamigen Bauunternehmen kam gleich zur Sache: „Wie schnell wird für Flüchtlinge eine Arbeitsgenehmigung erteilt?", wollte sie von Salewski wissen. Es müsse individuell geprüft werden, ob der Flüchtling überhaupt arbeiten dürfe, antwortete diese. „Diese Prüfung dauert ewig", klagte Christine Weber, Pflegedienstleiterin des Fips-Seniorenheims. Weil sich die Prüfung in die Länge gezogen habe, habe sich bei Fips der Abschluss eines Ausbildungsvertrags mit einem Flüchtling zerschlagen.

„Trotzdem können Flüchtlinge interessant für Sie sein, wenn Sie Mitarbeiter suchen", sagte Salewski zu den 35 Firmenvertretern. Für viele Asylbewerber kommt nach ihrer Einschätzung eher ein Praktikum als eine Ausbildung in Betracht, weil diese oft schon Berufserfahrung hätten.

Pro regio könne sich nach Fördermöglichkeiten erkundigen, wenn ein Betrieb einen Asylbewerber beschäftigen wolle. Der Verein wolle auch helfen, wenn eine Firma feststelle, dass der Flüchtling nicht ins Unternehmen passe oder andere Schwierigkeiten aufträten.

„Welche Informationen benötigen Sie? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?" wollte Salewski wissen. Bei Avista Oil bereite sich gerade eine Frau im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung auf eine Ausbildung zur Industriekauffrau vor, berichtete Ausbilderin Thora Heidenreich. Laut Salewski ist die Einstiegsqualifizierung als Praktikum für Schulabgänger ohne Ausbildungsplatz gedacht, kommt aber auch für Flüchtlinge in Betracht.

Weber wollte wissen, wie Flüchtlinge versichert sind: „Gibt es eine Broschüre?" „Die schicke ich Ihnen zu", versprach Salewski.

Von Friedrich-Wilehlm Schiller

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