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Profi entlastet Ehrenamtliche der Feuerwehr

Uetze Profi entlastet Ehrenamtliche der Feuerwehr

Der 24 Jahre alte Feuerwehrmann Aron Mattheis hat sein Hobby zum Beruf gemacht: Der Kraftfahrzeugmechatroniker ist der erste hauptamtliche Feuerwehrgerätewart der Gemeinde Uetze.

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Aron Mattheis wartet ein Stromgenerator eines Löschfahrzeugs.

Quelle: Schiller

Uetze. „Ich sorge dafür, dass die Fahrzeuge instand gehalten werden“, sagt Mattheis, der mit 13 Jahren in die Jugendfeuerwehr eintrat und als 16-Jähriger in den aktiven Dienst wechselte. Außerdem sei er für die Einsatzbereitschaft der übrigen technischen Ausstattung und der Einsatzkleidung verantwortlich.

Kleinere Reparaturen erledige er selbst, soweit es möglich sei, berichtet Mattheis, der stellvertretender Gruppenführer der Ortsfeuerwehr Uetze ist und zuvor zwei Jahre lang deren Jugendwart war. Wenn er etwas nicht machen könne, vereinbare er Termine mit Werkstätten und der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Burgdorf und bringe auch die Fahrzeuge und Geräte dorthin. „Immer in Absprache mit den ehrenamtlichen Gerätewarten der Ortsfeuerwehren“, sagt der 24-Jährige.

„Wir wollen die ehrenamtlichen Gerätewarte entlasten“, weist Volker Böhnke, Feuerwehrsachbearbeiter im Uetzer Rathaus, auf den Zweck der im August eingerichteten Stelle hin. Immer mehr technisches Gerät müsse regelmäßig oder nach jedem Einsatz überprüft werden. Für die Fahrten in die Werkstatt oder zur FTZ in Burgdorf hätten die ehrenamtlichen Gerätewarte häufig nicht die Zeit, weil sie auswärts arbeiteten, erläutert Böhnke.

„Die Servicefahrten zur FTZ oder zu den Werkstätten klappen für alle Ortsfeuerwehren gut. Das ist eine große Entlastung für das Ehrenamt“, sagt Gemeindebrandmeister Tobias Jacob. Dass man eventuell noch den einen oder anderen Ablauf verbessern könne, sei für eine neue Stelle normal. Böhnke betont einen anderen Aspekt: Die Gemeinde spare Reparaturkosten. So habe Mattheis erst in dieser Woche eine defekte Sitzlehne eines Feuerwehrautos instand gesetzt. „Das hätte sonst eine Werkstatt gemacht“, sagt Böhnke. Allerdings entfällt nur die Hälfte von Mattheis’ Arbeitszeit auf die Feuerwehr. Während der übrigen Zeit arbeitet er für die Verwaltung: Dann verwarnt er Falschparker, holt die Daten des Blitzers in Altmerdingsen ab und stellt die Geschwindigkeitswarnanlage der Gemeinde an verschiedenen Stellen auf. Außerdem geht er den Beschwerden von Einwohnern nach, wenn die sich über versperrte Ausfahrten beklagen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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