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Dorftreff: Rat segnet Sanierung ab

Uetze Dorftreff: Rat segnet Sanierung ab

Mit Transparenten haben Bürger am Donnerstagabend vor der Sitzung des Uetzer Rats für den Erhalt des Hänigser Dorftreffs im Gebäude Mittelstraße 2 demonstriert. Sie wurden erhört. Der Rat beschloss bei nur vier Gegenstimmen, das Gebäude für rund 1,1 Millionen Euro zu sanieren.

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Einwohner demonstrieren vor der Ratssitzung für den Erhalt des Hänigser Dorftreffs im Gebäude Mittelstraße 2.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen. Allerdings knüpften die Befürworter den Beschluss an eine Bedingung: Die Gemeinde darf den Auftrag für die Sanierung nur vergeben, wenn das Land Niedersachsen und die Europäische Union mindestens die Hälfte der Kosten übernehmen oder auch aus weiteren Fördertöpfen Geld kommt.

"Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht", sagte Georg Beu (Grüne) angesichts der Haushaltsprobleme der Gemeinde. Die Sanierung könne die Kommune nur mit Krediten finanzieren, die sie zurückbezahlen müsse. Außerdem erinnerte er daran, dass Uetze nur eine Bedarfszuweisung, einen Sonderzuschuss des Landes für sehr finanzschwache Kommunen, in Höhe von 3,7 Millionen Euro erhält, wenn der Rat bis 2020 den Gemeindehaushalt dauerhaft um 400.000 Euro entlastet. Steuer- und Abgabenerhöhungen werden daher nach Beus Ansicht der Preis für die Sanierung sein.

So sah es auch Bürgermeister Werner Backeberg (SPD): Der Rat müsse bei den Haushaltsberatungen alles auf den Prüfstand stellen und auch Leistungen der Gemeinde einschränken. "Das wird in den nächsten Monaten eine harte Arbeit", kündigte Backeberg an. Für die Sanierung des Gebäude Mittelstraße 2 spreche, dass der Dorftreff Angebote für Senioren und zur Integration von Flüchtlingen mache. Diesen Aufgaben müsse man sich angesichts des demografischen Wandels stellen.

"Es gibt gute Argumente für die Sanierung, aber auch genauso viele dagegen", sagte Dirk Rentz (CDU). Auch er strich die Flüchtlingsbetreuung im Dorftreff heraus. Mit der Entscheidung pro Sanierung fördere man ehrenamtliche Arbeit, die die Gemeinde nicht leisten könne, fügte Rentz hinzu. Ernstfried Langer (SPD) wies darauf hin, dass sich in dem Gebäude auch die Gemeindebücherei und die Verwaltungsnebenstelle befinden. Eventuell werde es künftig auch für die Nachmittagsbetreuung von Grundschülern benötigt.

Dina des Haas, Martin Klages (beide Grüne) und die Balu-Fraktion stimmten gegen die Sanierung. De Haas erinnerte daran, dass die Verwaltung andere Standorte für Dorftreff und Kunstspirale finden sollte: "Ich habe den Eindruck, dass nicht wirklich nach Alternativen gesucht wurde." Wo  Platz dafür sein könnte, sagte sie allerdings nicht.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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