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Rathausfiliale soll regelmäßig öffnen

Hänigsen Rathausfiliale soll regelmäßig öffnen

Ein klares Bekenntnis zur Verwaltungsnebenstelle kommt vom Ortsrat Hänigsen. Das Gremium lehnte ab, die Öffnungszeiten noch weiter zu reduzieren oder die Nebenstelle komplett aufzugeben. Unstimmigkeiten gibt es nur bei der Frage, an wie vielen Tagen die Einrichtung wie lange öffnen soll.

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Im ehemaligen Hänigser Rathaus (rechts) befindet sich heute die Verwaltungsnebenstelle, die der Ortsrat erhalten wissen will.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Uetze. Für den Grünen-Politiker Georg Beu ist klar: Mit einer Salamitaktik will die Verwaltung aus Uetze die Nebenstelle in Hänigsen auflösen. „Das ist von langer Hand geplant, dass sie das Dienstleistungsangebot erst ausdünnen und dann argumentieren, dass der Service nicht nachgefragt wird“, sagte Beu in der Sitzung des Ortsrates am Montagabend und verwies auf E-Mails aus dem Jahr 2007. Seit damals öffne die Einrichtung nur unregelmäßig und werde damit systematisch reduziert. „Dann kann auch niemand ernsthaft erwarten, dass die Bürger kommen“, sagte Beu und kritisierte zugleich SPD und CDU im Rat, die sich zu wenig für den Erhalt einsetzten. Mit seiner Fraktionskollegin Dina de Hass beantragte er, die Öffnungszeiten an fünf Wochentagen mit zwei Vollzeitkräften zu besetzen. Damit allerdings konnten sich die Bündnisgrünen nicht durchsetzen.

Denn mit den Stimmen von SPD und CDU stellte der Ortsrat den Antrag, die Nebenstelle zu den gleichen Zeiten wie das Uetzer Rathaus zu öffnen. Außerdem soll die Verwaltung das Dienstleistungsangebot im Interesse der Bürger erweitern und eine Kontinuität auch bei möglichen drohenden Engpässen sichern. Damit lehnte das Gremium auch die Vorschläge aus dem Rathaus ab, die Öffnungszeiten noch weiter zu reduzieren oder die Nebenstelle komplett aufzugeben. Als Begründung führte die Gemeinde die nachlassenden Besucherzahlen an.

Außerdem untermauerte die Verwaltung ihren Vorstoß mit neuen Aufgaben im Melderecht, die die Bürgerbüros ab 1. November übernehmen müssen, und mit der dringend notwendigen Konsolidierung des kommunalen Haushalts. Eine Diskussion über das Aus der Nebenstelle dürfe es mit Blick auf die Regelungen nach der Gebietsreform 1974 gar nicht geben, sagte Manfred Scheller (SPD). „Damals gab es klare Zusagen, die eingehalten werden müssen“, sagte er. Für Ortsbürgermeister Norbert Vanin geht es künftig darum, die regelmäßigen Öffnungszeiten bekannt zu geben, sodass die Hänigser und ihre Nachbarn das Angebot wieder mehr nutzen. „Dabei stehen wir alle in der Pflicht“, sagte Vanin.

Von Antje Bismark

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