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Region zahlt 10.000 Euro für Vorzeigeprojekt

Uetze Region zahlt 10.000 Euro für Vorzeigeprojekt

Die Region Hannover stuft das Projekt der Energiegenossenschaft Schwüblingsen als beispielhaft ein und fördert es mit 10.000 Euro. Die Schwüblingser wollen in ihrem Ort ein Nahwärmenetz aufbauen, um ihre Häuser künftig klimaschonend zu heizen.

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Das Foto zeigt eine Heizung, die mit Holzhackschnitzeln betrieben wird. So ähnlich könnte auch die Anlage in Schwüblingsen aussehen.

Quelle: Archiv

Schwüblingsen. Mehr als 50 Einwohner Schwüblingsens sind inzwischen Mitglied der Energiegenossenschaft, die sich kürzlich gegründet hat. Sie plant und baut das Nahwärmenetz und wird es später auch betreuen. Die Region fördert den Gründungsprozess der Energiegenossenschaft mit 7500 Euro. Des Weiteren stellt sie für die Betriebskosten der Holzhackschnitzelheizung in den ersten drei Jahren einen Zuschuss von 2500 Euro bereit.

„Das ist der maximale Fördergeldbetrag, den man erwarten kann“, sagt Genossenschaftsvorsitzender Jan Brennecke: „Es ist schön, dass die Region bei unserem Projekt mitzieht.“Zurzeit schaut sich der Vorstand die Heizungskeller aller Genossenschaftsmitglieder an. „Wir gehen mit dem Planer von Haus zu Haus“, berichtet Brennecke. Es werde geschaut, wie die Nahwärmeleitung ins Haus gelegt werden kann und was dort technisch von seiten der Eigentümer gemacht werden muss. „Damit sind wir fast durch.“

Unter den Genossenschaftsmitgliedern sind viele Schwüblingser, die in nächster Zeit ihre alte Heizung durch eine neue ersetzen müssen. Statt einen neuen Gas- oder Ölkessel – Kosten 5000 bis 8000 Euro – einzubauen, lassen sie ihr Haus an die zentrale Dorfheizung anschließen. Der Wärmetauscher dafür kostet laut Brennecke circa 3000 Euro, hinzukommen die Umbauarbeiten. Für einen zusätzlicher Warmwasserspeicher müsse mit Kosten zwischen 500 und 1500 Euro gerechnet werden.

Ist die Anlage eingebaut, geht sie laut Brennecke ins Eigentum der Genossenschaft über. Diese trage die laufenden Betriebskosten und zahle auch mögliche Reparaturen. Die angeschlossenen Hausbesitzer bezahlen für die gelieferte Wärme – voraussichtlich 9 Cent pro Kilowattstunde.

Sind alle Daten erhoben, kommt Teil zwei der Planung: Die Kosten für die Rohrleitung durchs Dorf werden kalkuliert. Dabei geht es auch um die Frage, ob die Schwüblingser an die Gemeinde Uetze eine Konzessionsabgabe, und wenn ja in welche Höhe, zahlen müssen. Denn die Rohre werden auch auf öffentlichen Flächen verlegt. „Wir warten auf die Entscheidung“, sagt Brennecke, „vor neun Wochen haben wir mit der Gemeinde gesprochen.“

Über den Standort der Hackschnitzelheizung samt Lager hat die Genossenschaft laut Brennecke noch nicht entschieden. „Wir prüfen noch mehrere Optionen.“ Im Frühjahr 2018 sollen die Bauarbeiten im Ort beginnen.

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