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Die Logistik stimmt beim Wettbewerb

Uetze Die Logistik stimmt beim Wettbewerb

Die Hänigser sind gute Gastgeber. Schon zum dritten Mal haben sie am Sonntag den Regionalwettbewerb der Freiwilligen Feuerwehren auf dem ehemaligen Kalibergwerksgelände Riedel ausgerichtet. Dank guter Vorbereitung und vieler Helfer lief alles wie am Schnürchen.

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Nach dem Wettkampf ist Zeit für eine Stärkung.

Quelle: Heine

Hänigsen. „Ein gut organisierter Zettel ist die halbe Miete“, sagte Gemeindebrandmeister Tobias Jacob scherzhaft, doch sichtlich zufrieden mit dem Ablauf. Schon um drei Uhr früh hatte er Brötchen gebacken. 700 waren bestellt. Aufgeschnitten und belegt wurden sie von den Ehefrauen der Hänigser Feuerwehrmänner, sodass beim Frühstück für die 60 Schiedsrichter, die im Dorf übernachtet hatten, keine Verpflegungsengpässe auftraten.

Bevor die ersten Wettkampfteilnehmer in ihren roten Feuerwehrautos auf den Wettkampfplatz rollten, waren drei Bahnen eingemessen und markiert worden. Die 60 Helfer hatten außerdem Zelte, Bierzeltgarnituren, Toilettenwagen, Getränke- und Grillstände aufgestellt.

Den Hut hatte dabei Gerald Schramke auf. Er verfügte über einen Werkzeugwagen und war als Mädchen für alles ständig unterwegs. Er reparierte eine geplatzte Wasserleitung, sodass die Männer an der Kaffeetheke rechtzeitig mit dem Aufbrühen beginnen konnten. Er sorgte für Getränkenachschub und beschaffte Feuerwehrmännern, die ihre Handschuhe vergessen hatten, Ersatz.

Die Gastgeber aus Hänigsen, die von ihren Kollegen aus den Nachbardörfern Altmerdingsen und Obershagen unterstützt wurden, kümmerten sich um 850 Wettkampfteilnehmer aus sieben Landkreisen und mehrere Hundert Zuschauer.

„Das Kalibergwerkgelände eignet sich hervorragend als Austragungsort. Es gibt einen Brunnen, und die Fläche ist asphaltiert. Bei 65 Gruppen - fünf hatten kurzfristig abgesagt - und 3000 Liter Wasser pro Durchgang entwickeln sich auf unbefestigten Plätzen schnell Schlammschlachten“, schilderte Hanko Thies die Herausforderung.

Regionsentscheid: Jede Zehntelsekunde zählt

Beim Regionalwettbewerb der Freiwilligen Feuerwehren in Hänigsen sind am Sonntag 65 Gruppen angetreten, darunter auch die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Eilvese (Bild), die beim Ausrollen der Wasserschläuche alles gab. Die Mannschaften wurden in zwei Kategorien eingeteilt. Eine Wertungsgruppe arbeitete mit einer fest im Löschfahrzeug eingebauten Pumpe, die andere mit einer Tragkraftspritze. Dabei ging es um Schnelligkeit bei der Verlegung von Leitungen und die simulierte Brandbekämpfung im Obergeschoss eines Wohnhauses. „Unser Zeitplan ist eng getaktet. Der Wechsel am Start sollte in 13 Minuten über die Bühne gehen. Eine Gruppe ist gut, wenn sie für die Aufgabe weniger als acht Minuten braucht. Es kommt auf jede Zehntelsekunde an“, sagte der Wettbewerbsleiter Frank Müller. Um gute Leistungen zu erbringen, sei schon ein großer Trainingsaufwand nötig. Aus der Gemeinde Uetze beteiligte sich keine einzige Feuerwehr. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Blank nannte den Grund: „Wir organisieren schon seit zehn Jahren keine Gemeindewettkämpfe mehr, die aber nötig wären, um sich zu qualifizieren. Die Kommandos sind ausgelastet und haben kein Interesse. Wir üben da keinen Druck aus.“

Die Gewinner

Mit einer festlich gestalteten Siegerehrung ist der Regionswettbewerb der Freiwilligen Feuerwehren am Sonntagnachmittag zu Ende gegangen. Nach dem Einmarsch der Mannschaften in die Wettkampfarena auf dem ehemaligen Kalibergwerksgelände Riedel, angeführt vom Feuerwehrmusikzug Burgdorf-Hänigsen, wurden die Pokale an die Sieger überreicht. In der Wertungsgruppe 1 siegte die Freiwillige Feuerwehr Osterwald (Region Hannover). In der zweiten Wertungsgruppe lag die Feuerwehr aus Westerbrak (Landkreis Holzminden) vorn. Die Feuerwehren aus Ramlingen-Ehlershausen (15) und Rethmar (25) landeten unter ferner liefen.

Sybille Heine

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Von Redakteur Sybille Heine

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