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Wo die Menschen willkommen sind

Uetze Wo die Menschen willkommen sind

Das Projekt Willkommensorte kann auf Tour gehen. Einmal in den Zoo Hannover, ins Theater oder ins Museum: Für solche Ausflüge sollen die 2000 Euro vom Round Table 77 Hannover verwendet werden. Das Geld hatte der Club an seinem Cocktailstand auf dem Zwiebelfest eingenommen.

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Carsten Struthoff (von links), Niklas Grebe, Glenn Garrick und Michael Verhoeven (rechts) vom Round Table 77 Hannover unterstützen zur Freude von Familienhaus-Leiterin Anne Wiechmann, der Ersten Gemeinderätin Uersula Tesch und Teamleiterin Tamara Möller das Projekt Willkommensorte.

Quelle: Sandra Köhler

Uetze. Willkommensorte: Dieses Projekt der Region Hannover ist  "ein Angebot, das Flüchtlingen und Migranten helfen soll, hier gut anzukommen und Menschen kennenzulernen", sagt Familienhausleiterin Anne Wiechmann. "Und zwar eines, bei dem sich alle Beteiligten auf Augenhöhe begegnen", ergänzt die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch: "Wir heißen sie willkommen und stellen unsere Kultur vor. Schauen aber auch, was sie mitbringen und hier einbringen können, damit wir zusammen gut leben können."

Einmal wöchentlich, jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr, bieten Elzbieta Fürst und Diana Asterschoft ein Treffen im Familienhaus an, wo das Projekt seit Dezember 2015 betreut wird. "Das Treffen ist offen für alle Neuangekommenen, aber auch für deren Nachbarn und Uetzer Bürger", beschreibt Wiechmann das Konzept. Auch wenn es aufgrund von Umzügen oder ähnlichem immer wieder zu Wechseln in der Gruppe kommt: "Es gibt einen festen Kern."

Das Team habe rund 20 Familien, unter anderem aus Syrien und Afghanistan, sowie kurdische und türkische Migranten erreicht. Ob über das Stillcafé, die Rucksackmütter, den Internationalen Frauentreff oder durch Kooperationen wie mit der Kunstspirale Hänigsen: Die gute Vernetzung in Uetze erleichtert die Kontaktaufnahme. Was in den wöchentlichen Willkommensorte-Treffen geschieht, entscheiden die Leiterinnen gemeinsam mit den Besuchern. Kochen, backen, klönen - je nach Wunsch.

"Wir möchten die Spende für Ausflüge verwenden", sagte Wiechmann. Ganz vorne auf der Wunschliste stehe ein Besuch im Zoo Hannover. "Der ist so präsent in Medien und Gesprächen. Und für Kinder, die Löwen oder Elefanten noch nie in echt gesehen haben, ist das sehr eindrucksvoll", sagt Tesch. Der Besuch des Sprengel- oder des historischen Museums oder auch einer Theatervorstellung leistet viel zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Nicht nur durch das Erlebnis selbst. "Die Menschen wissen hinterher, wo sie hingehen können, wenn sie das möchten." Ortskundigkeit, Selbstständigkeit - all das kommt noch hinzu.

Round Table 77 kommt wieder aufs Zwiebelfest

"Als wir vom Willkommensprojekt gehört haben, war uns sofort klar, das das Geld hier gut angelegt ist", sagte Carsten Struthoff vom Round Table 77 Hannover bei der Spendenübergabe. Seit drei Jahren sind die aktuell 18 Mitglieder der Charity-Organisation aus jungen Männern bis zum 40. Lebensjahr mit einem selbstgebauten Stand auf dem Zwiebelfest präsent. Dort mixen und verkaufen sie Cocktails. Der Gewinn dieser Aktion kommt sozialen Zwecken zugute.

"Wir greifen nicht einfach in die Geldbörse, sondern organisieren immer etwas, wo wir selbst Hand anlegen. Die Aktion auf dem Zwiebelfest ist mit Abstand die, die am meisten Spaß macht", sagt Struthoff. "Und der größte Einzelbetrag wandert auch immer nach Uetze", ergänzt Niklas Grebe. Im vergangenen Jahr spendete der Round Table 1500 Euro  für Schwimmkurse für 32 Kinder in Uetze, die laut Anne Wiechmann wohl sonst niemals das Schwimmen gelernt hätten. Diesmal sind die Willkommensorte an der Reihe.

Auch im nächsten Jahr wird ein Uetzer Projekt vom Einsatz der Tabler profitieren. Mit wie viel Geld, das haben die Besucher des Zwiebelfestes, das am 2. und 3. September 2017 auf dem Hindenburgplatz stattfindet, selbst in der Hand.

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Von Sandra Köhler

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