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Sparkasse will nur an zwei Tagen öffnen

Hänigsen Sparkasse will nur an zwei Tagen öffnen

Die Pläne der Sparkasse Hannover, die Öffnungszeiten der Filiale in Hänigsen deutlich einzuschränken, stoßen bei der SPD Hänigsen-Obershagen-Altmerdingsen auf Kritik. Die Sparkasse habe einen Versorgungsauftrag und ältere Bürger seien auf Schalterzeiten angewiesen, reklamiert die SPD.

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Die Sparkasse Hannover dünnt ihr Filialnetz aus und reduziert die Öffnungszeiten in den Geschäftsstellen, die erhalten bleiben solenl. Davon betroffen ist auch die Hänigser Zweigstelle.

Quelle: Symbolbild/Julian Stratenschulte

Hänigsen. Derzeit ist die Filiale der Sparkasse werktags von 9 bis 13 und – außer Mittwoch und Freitag - von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet. Das am 22. September vom Verwaltungsrat der Sparkasse Hannover beschlossene Konzept sieht vor, nur noch an zwei Tagen zu öffnen und zwar voraussichtlich am Montag und Donnerstag. Welche Tage es genau sein werden, „steht noch nicht fest“, sagte Renate Schmidt Temmelmann, Leiterin der Unternehmenskommunikation.

Die Maßnahme soll in den Jahren 2018/19 umgesetzt werden und ist Teil einer grundlegenden Anpassung des Geschäftsmodells der Sparkasse an veränderte Kundenbedürfnisse. „Wir verändern das, weil die Menschen nicht mehr in die Filialen kommen“, sagte die Sprecherin.

Die Mitarbeiter der Hänigser Filiale sollen in den Tagen, an denen in Hänigsen nicht mehr geöffnet ist, an einem nahe gelegenen größeren Standort, also aller Voraussicht nach in Uetze zur Beratung bereit stehen. Hänigsen wird zur „Tandemfiliale“, wie es im Sparkassenjargon heißt. Die genauen Konzepte dafür müssen laut Schmidt-Temmelmann noch erarbeitet werden.

Dass die Kasse ihrem Versorgungsauftrag nicht nachkomme, will die Sprecherin nicht gelten lassen. „Öffentlicher Auftrag heißt heute, den permanenten Wandel zukunftsorientiert und nachhaltig zu begleiten und unseren Kunden neue Wege zu ihrer Sparkasse zu ebnen.“

Älteren Menschen legt die Sparkasse nahe, die Öffnungszeiten am Montag und Donnerstag zu nutzen. Ihr Bargeldbedarf sei „nicht zu überschätzen“, sagt die Sprecherin angesichts von zunehmender Zahlung mit Girokontokarte. „Die meisten älteren Menschen beherrschen das Telefonieren doch noch“, wies Schmidt-Temmelmann auf die Möglichkeit des Telefon-Bankings hin. Mit dem Geldautomaten und Multifunktionsgeräten kämen die meisten zurecht. Senioren seien „technikaffin“.

Eine Abgabemöglichkeit für Geldbomben von Geschäftsleuten - wie von der SPD fordert - "ist nicht angedacht“, sagte Schmidt-Temmelmann. Diese müssten dann nach Uetze fahren. Nicht beteiligen wollte sich die Sprecherin an den Spekulationen des SPD-Ortsvereins, dass die Reduzierung der Öffnungszeiten „nur ein erster Schritt zur vollständigen Schließung der Filiale“ sei. „Das kann keiner beantworten“, sagte sie.

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