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Teure Hunde schützen Schafe vor Wölfen – Land zahlt

Uetze Teure Hunde schützen Schafe vor Wölfen – Land zahlt

Der Obershagener Schafzüchter Michael Kage kann wieder ruhig schlafen. Er hat sich drei Pyrenäenberghunde zugelegt. Sie sollen seine Herde mit 600 Tieren einschließlich Lämmern vor Wölfen schützen. Es sind zertifizierte Herdenschutzhunde.

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Diese drei Pyrenäenberghunde sind zertifizierte Herdenschutzhunde. Sie bewachen Michael Kages Schafherde.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Obershagen. Zu dem Kauf eines erfahrenen Hundes und zweier Welpen hat sich Kage entschlossen, weil ein Wolf im März 2016 vier Kamerunschafe des Obershagener Nebenerwerbslandwirts Tobias Hartmann gerissen hatte. Außerdem verletzte er ein fünftes Tier so schwer, dass es getötet werden musste. Nach Kages Ansicht sind nur Herdenschutzhunde ein wirksamer Schutz vor Wölfen.

"Man braucht einen erfahrenen Hund", sagt der Schafzüchter. Die jüngeren Hunde schauten sich von dem älteren das richtige Verhalten ab, um Wölfe, Füchse, streunende Hunde und auch Menschen von der Herde fernzuhalten. Aber auch der Schäfer müsse die Pyrenäenberghunde anleiten, damit sie ihre Arbeit richtig machten. "Sie haben ihren eigenen Kopf und lassen sich nicht gern etwas sagen", sagt Kage.

Nach seinen Angaben kostet ein ausgebildeter zertifizierter Herdenschutzhund fast 5000 Euro. "Welpen sind sind etwas billiger", sagt der Obershagener. Ohne den 80-prozentigen Zuschuss vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hätte er sich die zertifizierten Hunde nicht leisten können. Allerdings sei der Antrag mit einem sehr hohen bürokratischen Aufwand verbunden. "Die Bearbeitung dauert nach meiner Meinung zu lange", klagt der Züchter.

Kage weidet seine Schafe auf Grünland und abgeernteten Feldern rund um Obershagen und Hänigsen. An dem Zaun, mit der er seine Herde einpfercht, stellt er ein Warnschild auf. Darauf steht, dass Menschen sich tunlichst von den Schutzhunden fernhalten sollten. Außerdem sollten Hundehalter ihre Tiere anleinen. Die Pyrenäenberghunde könnten Spaziergänger, die die Weidefläche betreten, und frei laufende Hunde anfallen, warnt Kage. "Ich brauche mir jetzt keine Sorgen mehr zu machen, dass mir wieder jemand ein paar Schafe klaut", sagt der Obershagener. Das Aufstellen des Warnschildes sei Vorschrift.

Der im vergangenen Jahr im Heidekreis in Niedersachsen getötete Wolf, der Kurti genannt wurde, wird ab dem 21. Mai als Präparat in der Ausstellung "Der Wolf. Ein Wildtier kehrt zurück" im Landesmuseum Hannover gezeigt.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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