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Schüler sehen alles doppelt

Uetze Schüler sehen alles doppelt

Alkoholprävention ist ein ernstes Thema. Die Zehntklässler des Uetzer Gymnasiums Unter den Eichen hatten trotzdem ihren Spaß, und zwar bei Selbstversuchen mit Rauschbrillen.

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Der Zehntklässler Mohammed Ibrahim (rechts) hat sich eine Rauschbrille aufgesetzt und läuft auf dem Schulhof Slalom um die aufgestellten Pylonen. Sein Mitschüler Elvis Berjani (links) schaut zu.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Rauschbrillen simulieren den Zustand eines Menschen nach Alkoholgenuss. Der Kontaktbeamte Carsten Görtzen-Griesbach hatte zwei Versionen mitgebracht. Sie täuschten die Auswirkungen bei Blutalkoholwerten von 0,8 und 1,3 Promille vor. Die Schüler mussten mit den Brillen Slalom um neun Pylonen laufen, die der Polizeibeamte im Abstand von etwa einem Meter auf dem Schulhof aufgestellt hatte.

„Ich fand es aufregend, weil es schwerer war, als ich gedacht hatte“, berichtete der Schüler Elvis Berjani. Wenn er gemeint habe, er sei schon an einem Hütchen vorbei, sei er trotzdem noch dagegen gestoßen.

Mit einer Rauschbrille auf der Nase mussten die Zehntklässler auch puzzeln, Münzen von der Erde aufsammeln und Bälle fangen. „Man sieht die Bälle relativ unscharf“, klagte Lena-Sophie Herz. Beim Puzzeln griff Patrizia Schmidt nach eigenem Bekunden daneben, weil sie alles doppelt sah. Schwierigkeiten beim Einsammeln der Geldstücke hatte ihr Mitschüler Dan Huy Chau: „Das räumliche Vorstellungsvermögen ist beeinträchtigt. Weit und nah sind verzerrt.“

„Alkohol ist ein Nerven- und Zellgift“, sagte der Polizeikommissar Torsten Witt. Er wies darauf hin, dass sich Führerscheininhaber bis 21 Jahre innerhalb der Probezeit nur mit 0,0 Promille ans Steuer setzen dürfen.

Nach Auskunft des Lehrers Uwe Salomo lädt das Gymnasium stets die Polizei und die AOK in die zehnten Klassen ein, wenn es im Unterricht um Alkoholprävention geht. Bei Mitarbeitern der AOK konnten die Zehntklässler einen Seh- und einen Reaktionstest machen. Oft seien die Schüler überrascht, wenn sie schlechte Dioptrienwerte hätten, berichtete Elke Auf dem Berge, Schulservicebeauftragte der AOK.

Beim Reaktionstest wurde ein unerwartetes Bremsmanöver simuliert. Dabei wurden Reaktionszeit, Reaktions-, Brems- und Anhalteweg ermittelt. „Wenn man Alkohol trinkt, verlängert sich die Reaktionszeit“, gab Auf dem Berge zu bedenken.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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