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Elternvertreter: Abordnungen zurücknehmen

Uetze Elternvertreter: Abordnungen zurücknehmen

Fünf Lehrer des Uetzer Gymnasiums sind nach Auskunft der Landesschulbehörde mit 36 Stunden an Grundschulen abgeordnet. Das ist dem Schulelternrat ein Dorn im Auge. In einer Resolution fordert er "die sofortige Rücknahme der Zwangsabordnungen".

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Die Elternvertreter Oliver Wempe (links) und Jörg Hennigs präsentieren die Resolution des Schulelternrats vor dem Eingang des Gymnasiums Unter den Eichen.

Quelle: privat

Uetze. Um die Verlässlichkeit der Betreuung an den Grundschulen zu gewährleisten, hat Kultusministerin Frauke Heiligenstadt zum Schuljahresbeginn Gymnasiallehrer an Grundschulen abgeordnet. Der Schulelternrat (SER) des Uetzer Gymnasium kritisiert, "dass die Abordnungen ohne Vorwarnungen während der Sommerferien an die Schulleitungen kommuniziert wurden". Das habe nichts mit einer Wertschätzung der Schulleitungen, der Lehrerkollegien, der Schüler- und der Elternschaft zu tun.

"Am Gymnasium Unter den Eichen Uetze ist ein massiver Unterrichtsausfall in den Jahrgängen fünf bis zehn zu verzeichnen", klagen die Elternvertreter. Die Schule müsse außer den Abordnungen auch Ausfälle durch Krankheit und Schwangerschaft kompensieren. Weil die Schülerzahlen gestiegen seien, ächze das Uetzer Gymnasium unter seinen Aufgaben.

Bianca Schöneich, Sprecherin der Landesschulbehörde, lässt die Kritik der Uetzer Elternvertreter nicht gelten: "Der Pflichtunterricht des Gymnasiums ist mit der zugewiesenen Personalausstattung gesichert."

Der SER-Vorsitzende Oliver Wempe betont, dass es dem Schulelternrat nicht darum gehe, eine Schulform gegenüber anderen zu privilegieren. So verlangen die Uetzer Elternvertreter für alle Schulen "eine verlässliche Unterrichtsversorgung von mindestens 105 Prozent, um auf Engpässe angemessen reagieren zu können". Die Verlässlichkeit müsse für alle Ganztagsschulen, nicht nur für Grundschulen gelten.

Zudem verlangt der Schulelternrat "mehr sozial- und sonderpädagogisches Personal an allen Schulformen", damit Inklusion und Integration keine Worthülsen in Sonntagsreden bleiben. Ferner müssten alle Schulleitungen von administrativen Aufgaben entlastet werden. Der SER schlägt vor, eine doppelte Schulleitung - eine pädagogische und eine kaufmännische, administrative - einzurichten. 

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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