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Historische Kelche sind wieder dicht

Hänigsen Historische Kelche sind wieder dicht

Pastor Steffen Lahmann will die Hänigser Abendmahlskelche aus dem Jahr 1837 erstmals wieder im Gottesdienst am Gründonnerstag benutzen. Jahrzehntelang konnten sie nicht genutzt werden, weil sie leckten. Dank einer Spende sind sie jetzt wieder wie neu.

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Werner Schmidt (links) hat rund 700 Euro für die Restaurierung der Kelche und des Taufkrugs gespendet, die er und Steffen Lahmann in den Händen halten.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen. "Die 180 Jahre alten Kelche waren wegen Materialschwäche unten leck geworden", berichtet Pastor Steffen Lahmann. Auch die Taufkanne, die die Kirchengemeinde 1894 geschenkt bekommen hatte, war undicht. "Das Taufwasser wurde daher über viele Jahre aus einer Weinkanne aus Zinn aus dem Jahr 1759 in die Taufschale gegossen", erzählt der Seelsorger. Für das Abendmahl in der St.-Petri-Kirche nutzte die Gemeinde jahrzehntelang  Kelche, die gerade einmal 50 Jahre jung waren.

Doch dann fand sich im vergangenen Jahr mit Werner Schmidt überraschend ein großzügiger Spender. Der 75-Jährige feierte 2016  diamantene Konfirmation in Hänigsen. Pastor Lahmann hätte ihm und seinen Mitkonfirmanden gern den Traubensaft in den Kelchen gereicht, aus denen sie bei ihrer Konfirmation 1956 getrunken hatten. Was natürlich nicht ging, weil sie undicht waren.

So kamen Schmidt und Lahmann darüber ins Gespräch, dass eine Restaurierung der historischen Altargeräte wünschenswert sei, aber die Kirchengemeinde dafür kein Geld habe. "Das soll kein Problem sein", sagte damals Schmidt, der nach eigenen Worten "sehr viel für die Kirche übrig" hat.

Der Kirchenvorstand ließ daraufhin die Kosten ermitteln und fragte bei der Landeskirche nach, ob diese die Kelche und die Kanne als restaurierungswürdig einstufe. Die Landeskirche gab ihr Okay und sicherte zu, die Hälfte der Ausgaben von 1400 Euro zu übernehmen. Den Rest steuerte Schmidt bei. So konnte der Kirchenvorstand die Restaurierung der historischen Altargeräte bei einer Silberschmiede in Bremen in Auftrag geben. Diese hat die Abendmahlskelche und die Taufkanne jetzt gerichtet, entbeult, gelötet, stabilisiert und versilbert. Ihren ersten Einsatz werden sie am Gründonnerstag in der Altmerdingser Kapelle haben.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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