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Kalibahn soll weiter durch Naturwald fahren

Uetze Kalibahn soll weiter durch Naturwald fahren

Der Landkreis Celle will das Waldgebiet Brand zu einem Flora-Fauna-Habitat (FFH-Gebiet) aufwerten. Die Gemeinde Uetze setzt sich dafür ein, dass der Verein Kalibahn Niedersachsen-Riedel trotzdem weiter die Schienentrasse im Wald befahren darf.

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Das Waldgebiet Brand ist bereits Naturschutzgebiet.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen. Der rund 480 Hektar große Brand liegt zwischen Hänigsen, Obershagen, Nienhagen und Wathlingen und ist bereits zum größten Teil Naturschutzgebiet. Der neue Umweltsachbearbeiter der Gemeinde Uetze, Johannes Leßmann, weist in der Stellungnahme der Kommune zum Verordnungsentwurf für das FFH-Gebiet darauf hin, dass die Kalibahner schon jetzt Auflagen zum Schutz der Natur erfüllen müssen. So dürfen sie die Strecke, die vom Hänigser Kalischacht zum Wathlinger Kaliberg und weiter zum ehemaligen Nienhagener Ölbahnhof und von dort in Richtung Ehlershausen führt, höchstens an drei Tagen in der Woche befahren - und dann auch nur bis 18 Uhr.

Leßmann erinnert daran, dass die Europäische Union das Kalibahn-Projekt mit 32.000 Euro aus dem Leader-Programm gefördert hat. Nach seiner Meinung ist die frühere Grubenanschlussbahn kulturhistorisch wertvoll, weil sie ehemalige Industriestätten miteinander verbindet.

Laut Leßmann weisen Vereinsmitglieder Fahrgäste vor den Draisinenfahrten auf die Bestimmungen für das Schutzgebiet hin und begleiten die Gäste anschließend während der Tour. Außerdem halte der Verein die Strecke sauber. "Es ist für uns selbstverständlich, dass wir sofort den Müll auflesen, den Gäste fallen lassen", betont Joachim Leiner, Vorsitzender der Kalibahner. Außerdem führen Mitglieder einmal im Monat mit Fahrraddraisinen die Strecke ab, um Abfälle einzusammeln. "Da haben wir schon Autobatterien und ein Wohnmobilklosett gefunden."

Nach Leiners Ansicht erfüllt die Kalibahn alle Voraussetzungen der Natura-2000-Richtline der EU zur Vereinbarkeit von Sport, Tourismus und Naturschutz. "Unsere Besucher betreten das FFH-Gebiet nicht, weil sie auf der Strecke bleiben", betont Leiner. Zudem führe die Strecke nicht durch den Kernbereich des FFH-Gebiets. Im Nationalpark Harz dürften sogar Mountainbiker ihren Sport ausüben, gibt Leiner zu bedenken. Reiter und Kutschen seien im Naturpark Lüneburger Heide unterwegs.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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