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Streit um Abstand der Schutzstreifen

Uetze Streit um Abstand der Schutzstreifen

Im Zuge der Sanierung der Marktstraße soll der Zweirichtungsradweg aufgegeben werden. Stattdessen sollen zwei Schutzstreifen in beide Richtungen angelegt werden. Das jedenfalls favorisiert die Mehrheit. Doch es gibt auch kritische Stimmen.

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Der Zweirichtungsradweg (rechts) auf der Marktstraße soll im Zuge der Sanierung durch richtungstreue Schutzstreifen für Radler ersetzt werden.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Reicht nach der Sanierung der Marktstraße ein Abstand von nur 4,55 Metern zwischen den geplanten Schutzstreifen für Radfahrer aus? Grünen-Ratsherrn Georg Beu meint Nein. Der Uetzer Ortsrat und die Mehrheit des Ratsausschusses für Verkehr sehen das anders. Sie verwarfen seinen Vorschlag, bei der Sanierung der Marktstraße auf den bestehenden Parkstreifen zu verzichten, um mehr Platz auf der Fahrbahn für den motorisierten Fahrzeugverkehr zu schaffen.

Geplant ist, die Fahrbahn der Marktstraße mit einer neuen Deckschicht zu versehen, den jetzigen Zweirichtungsradweg aufzugeben und stattdessen auf beiden Fahrbahnseiten richtungstreue Schutzstreifen für Radfahrer mit unterbrochenen Linien - das heißt, sie dürfen von Autos bei Gegenverkehr überfahren werden - zu markieren. Nach den Bauplänen beträgt der Abstand auf der Fahrbahn zwischen den Schutzstreifen nur 4,55 Meter.

„Man stelle sich vor, dass sich während der Rushhour vor dem Schulzentrum zwei Busse und gleichzeitig auf gleicher Höhe zwei Radfahrer begegnen“, gab Beu zu bedenken.

Nach den Worten Karin Windhausens, Teamleiterin für Bauleitplanung, halten die Planer eine solche Situation für unwahrscheinlich. Ein Abstand von 4,55 Metern sei durchaus eine Standardgröße.

Ratsherr Hans-Hermann Brockmann (Gemeinsam für Eltze) hingegen teilt Beus Befürchtung. An den Planung ließ Brockmann auch wegen der Aufgabe des Zweirichtungsradwegs kein gutes Haar: „Das stellt für mich eine Verschlimmbesserung dar.“ Ihm hielt Jürgen Koch aus der Verkehrsbehörde entgegen, dass der jetzige Zweirichtungsradweg auf der Ostseite rechtlich nicht mehr zulässig sei.

Einig waren sich der Ortsrat und der Ratsausschuss für Verkehr, die Fahrbahn der Marktstraße mit einer neuen Deckschicht zu versehen und darauf zu verzichten, die Gehwege und den Parkstreifen neu zu pflastern. An der Erneuerung der Gehwege und des Parkstreifens hätten sich die Anlieger mit rund 120 000 Euro beteiligen müssen. Davon wäre etwa die Hälfte auf den Eigenbetrieb der Gemeinde entfallen, weil das Rathaus, das Schulzentrum und der Festplatz Hoopt an der Marktstraße liegen.

Ebenfalls unstrittig waren der Bau eines Minikreisels an der Einmündung in die Kaiserstraße.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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