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So aufregend ist der Tatort-Dreh in Dollbergen

Krimi mit Wotan Wilke Möhring So aufregend ist der Tatort-Dreh in Dollbergen

Ein Hauch von Hollywood in Dollbergen: 35 Crewmitglieder, 17 Statisten und sechs Schauspieler bestritten den Anfang der Tatort-Dreharbeiten im Frischmarkt Schumann.Kommissar Thorsten Falk alias Wotan Wilke Möhring stößt im Gegensatz zu seiner Kollegin Franziska Weisz erst später dazu.

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Regisseurin Sabine Bernardi und Filmtonmeister Eric Rueff kurz vor der Probe mit den Statisten im Dollberger Frischmarkt.

Quelle: Sandra Köhler

Dollbergen. "Wenn wir alle Fahrzeuge hintereinander stellen, sind das 180 Meter", sagte Locationscout Nadine Freitag. Weil der Fuhrpark Platz braucht und zum Ortswechsel auch schnell mobil sein muss, darf auf der Fuhsestraße bis zum Ende der Dreharbeiten nicht nicht geparkt werden. Auch die Bushaltestellen werden bis Dienstag nicht angefahren. "Für den Außendreh müssen wir die Straße komplett sperren, nicht wie am Freitag nur stellenweise", erklärt Freitag. 

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Fotostrecke Uetze: Für den Tatort weichen die Weihnachtsartikel

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Die Anwohner "die zu 80 Prozent als Statisten mitwirken", seien rechtzeitig informiert worden und könnten das Drehgebiet auch verlassen, solange nicht gefilmt werde: "Ich habe selber Zettel in die Briefkästen der Parallelstraßen gesteckt und auch an jeder Haustür geklingelt", sagt Freitag. Den kleinen Supermarkt in Dollbergen hatte sie ausgesucht, "weil wir genau so einen dörflichen Laden gesucht haben". Entscheidend sei auch die Nähe zu Celle, wo Crew und Schauspieler übernachten: "Es darf nicht zu weit weg sein, 40 Minuten Fahrzeit sind schon die Schmerzgrenze."

"Och schade, man sieht ja gar nichts", sagte der Enkel von Andrea Sommer enttäuscht. "Mein Sohn wohnt hier im Ort und ist gestern erst aus dem Urlaub wiedergekommen", sagte sie. "Jetzt packen Mama und Papa die Koffer aus und wir gucken hier vorbei. Vielleicht bekommen wir ja doch was mit."

"Ein typischer Niedersachsenkrimi" 

"Eigentlich schaue ich keinen Tatort- bis auf den mit Boerne und Thiel", sagte der Inhaber des Marktes, Axel Schumann. Nach dem Dreh der Szene, in der die Familie des Mordopfers  von Dorfbewohnern in Bedrängnis gebracht wurde, war für ihn klar: "Den schaue ich mir doch an." Hinter der Fleischtheke standen bei der Aufnahme übrigens Mitarbeiterinnen des Marktes: "Wer da steht, muss ein Hygienezeugnis haben", sagte Schumann über die strengen Auflagen, die auch während des Drehs eigehalten werden mussten.

Es sei schon komisch, an einem Freitag nicht zu arbeiten, waren er und seine Angestellte Ines Hänel sich einig. Verärgerte Stammkunden habe es aber nicht gegeben: "Die kamen alle schon gestern." Umgeräumt werde musste im Markt nicht viel. Einzig die Weihnachtsware musste weichen: "Weil man die Jahreszeit nicht erkennen soll." Freitag zufolge wird die Episode –"ein typischer Niedersachsenkrimi" – im kommenden Frühjahr im Fernsehen zu sehen sein.

Von Sandra Köhler

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