Hänigsen. Wie eine gestrandete Riesenkrake wirkt der Windradrotor, der auf einem abgeernteten Rübenfeld an der Kreisstraße zwischen Schwüblingser Kreisel und Hänigsen liegt. Die Fahrzeuge der Monteure wirken daneben wie Spielzeugautos. Am Sonntagabend gelang es den Technikern der Herstellerfirma nach mehreren Anläufen und Unterbrechungen endlich, den Rotor des südlichsten Windrads zu demontieren. Einer der drei Flügel war während eines Sturms am 2. Januar abgeknickt. Die Demontage, für die ein Spezialkran angefordert wurde, hatte sich wegen der ungünstigen Wetterlage immer wieder verzögert.
Auch am Sonntag lief nach Auskunft eines Technikers nicht alles reibungslos. Erst in der Dunkelheit wurde der havarierte Rotor auf dem Acker abgesetzt. Allerdings nicht wie geplant mit der Spitze nach unten, stattdessen ragt diese keck in die Luft.
Wegen der ungewöhnlichen Bruchstelle am Flügel war der Rotor beim Herunterheben nicht im Gleichgewicht zu haltenen. „Er rutschte uns beim Absetzen immer wieder weg“, sagte ein Techniker gestern. So blieb nur die Alternative, ihn mit der Spitze nach oben hinzulegen. Experten analysieren nun die Bruchstelle und untersuchen die beiden anderen Flügel auf mögliche Schäden.
Die Sperrung der Kreisstraße ist seit Montagmorgen aufgehoben.
Wulf-Dettmer
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