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The Clansmen feiern ihren Dichter

Uetze The Clansmen feiern ihren Dichter

Der schottische Kulturverein serviert das Burns Supper nach traditionellem Zeremoniell mit viel Whisky und Haggis. Rund 70 Schottlandfreunde versammelten sich, um gemeinsam zu essen, zu trinken und zu singen.

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Zum Burns Supper gehört schottischer Whisky, den auch die Gäste in Halle 10 (großes Bild) genießen. Mit großem Zeremoniell (kleine Bilder, von oben) wird Schottlands Nationalgericht serviert: Patricia Garriock trägt den frisch zubereiteten Haggis im Schafsmagen herein, Olaf Linstaedt sticht ihn mit einem langen Messer an – darauf bedacht, dass es nicht spritzt, und Klaus von Glahn füllt sich die Fleisch- und Haferspeise auf seinen Teller.Schiller (4)

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Als Alexandra Scheckel und Tom Zimbal auf ihren Dudelsäcken das alte schottische Lied „A Man’s A Man For A That“ anstimmen, ist das für Patricia Garriock das Zeichen, den Haggis im Schafsmagen auf einer großen Servierplatte hereinzutragen. Rund 70 Schottlandfreunde haben sich an diesem Abend in der Halle 10 des Life Pubs zum Burns Supper versammelt.

Schotten in aller Welt begehen alljährlich zu Ehren ihres Nationaldichters Robert Burns (1759 bis 1796) diese Burns-Nacht. Zu der Feier hatte der schottische Kulturverein The Clansmen aus Uetze eingeladen - und das bereits zum achten Mal. Der Burns Supper läuft nach einem strengen Ritual ab. Zeremonienmeister war am vergangenen Wochenende der stellvertretende Clansmen-Vorsitzende Glenn Garriock: „Meine Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass wir die Zeit einhalten.“ Ihm war auch der erste Trinkspruch vorbehalten. Dazu hoben alle Gäste ihre gefüllten Whiskygläser.

Das Hauptgericht beim Burns Supper ist traditionell Haggis. Das ist eine mit Pfeffer gewürzte Mischung aus sehr viel Haferflocken (80 Prozent), Innereien und Zwiebeln, gegart wird sie in einem Schafsmagen.

Nachdem Patricia Garriock den Haggis in die Halle getragen hatte, zitierte Ehrengast Olaf Linstaedt Burns’ Gedicht „Adress To A Haggis“. Dabei zog er ein langes altes Stahlmesser und schlitzte damit unter dem Beifall der Gäste den prall gefüllten Schafsmagen auf. Die Gäste konnten sich dann am Büfett den von seiner Hülle befreiten Haggis auffüllen. Dazu gab es Steckrübenmus und Kartoffelbrei.

Nach Glenn Garriocks Worten gehört es zur schottischen Kultur, sich mit Freunden zum Essen zu treffen. „Natürlich trinkt man dazu etwas“, sagte der Uetzer. „Man erzählt sich viele Witze und Geschichten, die man erlebt oder gehört hat“, berichtete seine Frau Heather. „Weil die meisten Schotten musikalisch sind, fängt irgendwann einer zu singen an“, ergänzte ihr Mann. Gesang gehört auch zum Burns Supper. So sang Patricia Garriock, Glenns Mutter, zur Dudelsackmusik das Lied „Caledonia“.

Glenn Garriock gelang es nicht, den Zeitplan einzuhalten. Erst um Mitternacht bat die Piperin Alexandra Scheckel die Gäste ins Freie, um dort Burns’ Lied „Auld Lang Syne“ anzustimmen. Nach dem Ende des offiziellen Teils feierten die Schotten weiter. Die Letzten traten den Heimweg um 3.30 Uhr an.

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