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Um Gottes Willen: Es spukt nicht nur im Rathaus

Obershagen Um Gottes Willen: Es spukt nicht nur im Rathaus

Und plötzlich war das Licht aus. Gerade eben hatte Rathaus-Geist Nikolaus Nachtigall (Martin Wöhler) noch mit dem Beamten Theobald Müller (Burghard Homann) Pläne geschmiedet, wie das denkmalgeschützte Rathaus vor den Machenschaften der Sieglinde Haselbusch zu retten sei.

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Der Geist (Martin Wöhler, von links) jagt, wie mit Theobald Müller (Burghard Homann) abgesprochen, den Rathausbesuchern einen mörderischen Schreck ein. Bürgermeisterin Sieglinde Haselbusch (Birgit Kosmala, Bild unten) kehrt der Beamtin Elfriede Schwarz (Susanne Stöxen) gegenüber die Autoritäre heraus. Köhler (2)

Quelle: Sandra Köhler

Uetze. Die ehrgeizige Bürgermeisterin - herrlich dargestellt von Birgit Kosmala - ist nämlich drauf und dran, es dem Abriss preiszugeben. Denn Haselbusch erhofft sich, durch einen Pakt mit dem windigen Unternehmensberater Roland Hein (Thomas Graetsch) zur Oberbürgermeisterin aufzusteigen.

Doch dann gibt es einen Rums - und das Licht auf der Bühne in der Scheune des Milchhofs Osterwiese verlöschte. Dass das nicht zum Stück gehörte, wurde den begeistert applaudierenden Zuschauern spätestens in dem Moment klar, als Burghard Homann eilig in Richtung Sicherungsschrank lief.

Keineswegs übersinnliche Mächte, sondern ein schnöder Stromausfall war der Grund für den Showeffekt. Spontan nahm Geist-Darsteller Martin Wöhler das Heft in die Hand und spukte unter lautem Beifall der unerschütterlichen und bestens gelaunten Zuschauer durch die Gegend.

Diese konnten sich dann in der kurzerhand vorgezogenen Pause ein Bier oder einen Sekt gönnen und mutmaßen, ob es Theobald mithilfe des grüngesichtigen Geistes seines Vorgängers gelänge, das Rathaus und damit erholsame Büropausen und skurrile Begegnungen mit antragswilligen Bürgern zu erhalten.

Am Ende war, wie eigentlich auch nicht anders zu erwarten, alles wieder gut: Die Technik spielte mit, sowohl eine holländische Besetzung als auch der Supermarktbau auf dem Rathausgrundstück wurden abgewehrt. Und selbst für Bürgermeisterin taten sich neue Karrierechancen auf. Denn wer wie Haselbusch die Raute - das Handzeichen, für das Bundeskanzlerin Angela Merkel berühmt ist und oft persifliert wird - beherrscht, der kann schließlich auch für deren Amt kandidieren.

Von Sandra Köhler

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