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66-Jähriger stirbt bei Brand in Hänigsen

Nach Löscharbeiten entdeckt 66-Jähriger stirbt bei Brand in Hänigsen

Ein 66 Jahre alter Hänigser ist am Donnerstag bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Elsa-Brandström-Straße ums Leben gekommen. Brandursache und Schadenshöhe sind bislang unbekannt.

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In der Wohnung entdeckte die Feuerwehr eine tote Person.

Quelle: Feuerwehr

Uetze. Gegen 11.40 Uhr hatte ein 40-jähriger Hausbewohner in dem dreigeschossigen Gebäude Rauch gerochen. Er alarmierte die Feuerwehr und öffnete mit einem Zweitschlüssel die Wohnungstür im zweiten Obergeschoss. Er wollte den Bewohner, den ortsbekannten Karl-Otto Klinge, aus den verqualmten Räumen retten. „Das ging jedoch aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung nicht“, sagt ein Polizeisprecher.

Bei Löscharbeiten wegen eines Brandes in einem Mehrfamilienhaus an der Elsa-Brandström-Straße in Uetze-Hänigsen haben die Rettungskräfte einen 66 Jahre alten Mann tot in der Wohnung gefunden.

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Als die Feuerwehr an der Einsatzstelle eintraf, drang nach Auskunft von Gemeindebrandmeister Tobias Jacob bereits Rauch aus den Fenstern und der Balkontür. Unter Atemschutz bekämpften Feuerwehrleute über die Drehleiter der Burgdorfer Feuerwehr den Brand. Ein zweiter Atemschutzgeräteträger-Trupp startete einen Innenangriff über das Treppenhaus. Bei den Löscharbeiten fanden die Feuerwehrleute den 66-Jährigen in seiner Wohnung tot auf dem Sofa.

Während der Löscharbeiten evakuierte die Feuerwehr das Mehrfamilienhaus weitgehend. Laut Jacob waren die Bewohner der zweiten Wohnung im zweiten Obergeschoss auf den Balkon geflüchtet. „Da waren sie in dem Moment am sichersten“, berichtet der Gemeindebrandmeister. Nach dem Löschen des Brandes und dem Lüften des Treppenhauses konnten sie das Gebäude verlassen. Nach Einschätzung der Polizei sind vermutlich beide Wohnungen im zweiten Obergeschoss nicht mehr bewohnbar.

Der 40-Jährige, der versucht hatte, Klinge zu retten, wurde nach Polizeiangaben mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Brandermittler des Zentralen Kriminaldienstes wollen heute Klinges Wohnung untersuchen, um die Brandursache und die Schadenshöhe zu ermitteln.

Kurze Zeit nach dem Brand trauerten Hänigser um das Opfer, sowohl in Gesprächen auf der Straße als auch in sozialen Netzwerken.

Schock für die Nachbarn

Diesen Tag wird Horst Mißfeld nicht vergessen. Der 84-Jährige wohnt mit seiner pflegebedürftigen Frau in einer Parterrewohnung in dem Mietshaus, in dem am Donnerstag der 66 Jahre alte Karl-Otto Klinge bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen ist.

Von dem Brand habe er erst etwas mitbekommen, als plötzlich Feuerwehr und Polizei mit Blaulicht vor dem Haus gestanden hätten, sagt Mißfeld. „Es war gerade der Pflegedienst da. Wir haben meine Frau schnell in den Rollstuhl gesetzt“, berichtete der Hänigser. Feuerwehrleute und Polizisten hätten sie nach draußen gefahren. Mißfeld hofft, dass sich seine Frau schnell von dem erlittenen Schock erholt.

Als das Feuer um 11.40 Uhr entdeckt wurde, war Hanna Verners, die in der mittleren Etage wohnt, nicht zu Hause. Sie habe von dem Brand erfahren, nachdem sie aus dem Bus aus Burgdorf am Berliner Platz ausgestiegen sei, erzählt die Seniorin. Der Friedhofswärter habe sie dort angesprochen: „Du wohnst doch auch in dem Haus, in dem Karlo wohnt. Das Haus brennt.“ „Wie schnell ich mit dem Rollator hierher gekommen bin, weiß ich nicht“, wundert sich Verners. Nachdem sie am Mehrfamilienhaus angekommen sei, hätten sich nette Feuerwehrleute um sie gekümmert.

Verners fand eine vorübergehende Bleibe bei ihrer Nachbarin Petra Striepe. Diese versorgte die Feuerwehrleute in der Kälte mit heißem Tee. „Das ist ein feiner Zug“, lobt der stellvertretende Ortsbrandmeister Klaus Stutzke die hilfsbereite Hänigserin.

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