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Trotz sprudelnder Einnahmen bleibt ein Defizit

Uetze Trotz sprudelnder Einnahmen bleibt ein Defizit

In der Gemeinde Uetze sprudeln zwar die Gewerbesteuern. Trotzdem wird die Kommune auch 2018 ihren Haushalt nicht ausgleichen können

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Bürgermeister Werner Backeberg bringt während der Ratssitzung am Donnerstag den Haushalt 2018 ein.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze.  Trotz verbesserter Rahmenbedingungen wird es der Gemeinde Uetze auch im nächsten Jahr nicht gelingen, aus eigener Kraft ihren Haushalt auszugleichen. Im Etatentwurf 2018, den Bürgermeister Werner Backeberg (SPD) am Donnerstagabend dem Rat vorgestellt hat, steht unter dem Strich ein Minus von  5,1 Millionen Euro. Im Ergebnishaushalt der Kernverwaltung stehen den Erträgen von 33,3 Millionen Euro Aufwendungen von 38,4 Millonen Euro gegegenüber. Im Etat 2017 beläuft sich der Fehlbetrag auf 6,5 Millionen Euro.

„Die Gemeinde wächst“, berichtete Backeberg. Sie habe wieder deutlich mehr als 20.000 Einwohner. Die positive wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands habe auch Uetze erreicht. Die Folge: Die Kommune verzeichnet steigende Einnahmen. So hat die Verwaltung den Ansatz für die Gewerbesteuer gegenüber 2017 von 3,75 Millionen auf 4,8 Millionen Euro erhöht. Der Einkommensteueranteil wächst um 300.000 auf 8,4 Millionen Euro.

Die Einnahmen aus der Grundsteuer B (für bebaute Grundstücke) veranschlagt die Verwaltung mit 3,4 Millionen Euro. Sie hat die Hebesätze für die Grund- und die Gewerbesteuer unverändert gelassen. Um die in Aussicht gestellte Bedarfszuweisung des Landes für besonders finanzschwache Kommunen zu erhalten, komme der Rataber  wohl nicht um eine moderate Anhebung der Grundsteuer herum, sagte Backeberg.

Leicht steigen werden die Aufwendungen. „Der Schwerpunkt unserer Ausgaben liegt im Bereich Bildung und Soziales“, erklärte Backeberg. Darauf entfallen von den Gesamtausgaben der Gemeinde in Höhe von 38,4 Milionen allein 18,7 Millionen Euro. Der Bürgermeister befürchtet, dass der von der Landespolitik geplante kostenlose Kindergartenbesuch den Haushalt der Gemeinde zusätzlich belasten wird.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Für 2018 sind Investitonen von sieben Millionen Euro veranschlagt. Fast  zwei Millionen Euro wird der Straßenbau verschlingen. 1,3 Millionen Euro muss die Gemeinde im nächsten Jahr für ein neues Feuerwehrhaus in Uetze ausgeben.

Um die Investitionen finanzieren zu können, muss die Gemeinde fast 6,1 Millionen Euro Kredite aufnehmen. Nach der Planung wachsen die Schulden bis Ende 2018 auf 51,5 Millionen Euro an.

 

 

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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