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Übungsplatz wird als Hundeklo missbraucht

Uetze Übungsplatz wird als Hundeklo missbraucht

Dollbergens Ortsbrandmeister Thomas Rolle ist stinksauer: Er will nicht länger hinnehmen, dass Gassigänger den Übungsplatz der Feuerwehr als Hundeklo missbrauchen. Deshalb ist das Übungsgelände jetzt mit einem Flatterband abgesperrt - in der Hoffnung, dass die Hundehalter dies respektieren.

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Das Übungsgelände der Dollberger Feuerwehr ist jetzt mit einem Flatterband abgesperrt. Damit will die Feuerwehr signalisieren, dass das Areal keine Freilauffläche für Hunde ist.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Dollbergen. Der Missbrauch der Grünfläche hinter dem Feuerwehrhaus als Hundeklo habe überhand genommen, sagt Feuerwehrchef Thomas Rolle. "Zu Stoßzeiten standen die Hundebesitzer fast schon Schlange, um ihren Hund auf die Übungsfläche machen zu lassen", berichtet der Ortsbrandmeister. Kaum jemand nutze eine Tüte, um die Hinterlassenschaften einzusammeln.

"Selbst wenn Übungsbetrieb auf dem Gelände herrscht, stört das die Hundebesitzer nicht", hat Rolle beobachtet. Auf Bitten, den Hundehaufen zu entfernen, ernteten die Feuerwehrleute nur ein müdes Lächeln der Hundehalter.

Während des Übungsbetriebs würden die ausgerollten Schläuche mit Hundekot verschmutzt, gibt Rolle zu bedenken. Die Folge: Nach der Übungsstunde müssen die Schläuche vom Kot gereinigt werden. "Diese unangenehme Arbeit kann ich meinen Kameraden nicht länger zumuten", klagt der Ortsbrandmeister.

Daher mache jetzt die Ortsfeuerwehr von ihrem Hausrecht Gebrauch, sagt Rolle. Zunächst sei ein Flatterband gespannt worden, um Fremden das Betreten der Grünfläche zu verbieten. "Schilder werden noch aufgestellt. Sie sind in Planung", kündigt der Feuerwehrchef an.

Leidtragende der Sperrung sind nicht nur Hundehalter, die ordnungsgemäß den Kot ihrer Lieblinge einsammeln. Besucher der Heimspiele der Dollberger Fußballer durften bisher in Absprache zwischen Feuerwehr und TSV auf dem Übungsplatz parken. "Für sie war es auch nicht angenehm, beim Aussteigen in einen Hundehaufen zu treten", sagt Rolle.

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Hundehalter beklagen immer wieder die zunehmende Intoleranz anderer Menschen gegenüber ihren Tieren - wer sich aber so verhält wie jene in Dollbergen, muss sich über ablehnende Reaktionen nicht wundern. Denn natürlich ist es eklig, wenn Feuerwehrleute in ihrer Freizeit erst die Hinterlassenschaften fremder Hunde beseitigen müssen, ehe sie für eine mögliche Rettung der Halter wiederum trainieren können. Mehr noch: Ein solches Verhalten zeugt von einer Missachtung anderer Menschen und deren Eigentum, die niemand tolerieren sollte - vor allem andere Hundebesitzer nicht. Als Einstieg in die Erziehung der renitenten Tierfreunde empfiehlt sich die Frage, ob der andere vielleicht einen Kotbeutel für den Liebling benötigt. Denn den sollte nun einmal jeder Gassigänger für den Fall aller Fälle bei sich tragen und benutzen.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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