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Flüchtlinge: Fußballer stören Nachtruhe

Uetze Flüchtlinge: Fußballer stören Nachtruhe

Der Betrieb der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in der früheren Stötzner-Schule in Uetze läuft nicht ganz konfliktfrei. So klagten Nachbarn am Donnerstagabend während einer Informationsveranstaltung für Anwohner über Störungen der Nachtruhe. Im Großen und Ganzen hielt sich die Kritik der Uetzer jedoch in Grenzen.

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Die ehemalige Stötzner-Schule ist seit wenigen Tagen Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Mitte voriger Woche hatte das Land die Erstaufnahmestelle eingerichtet, die vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betreut wird. Von den 160 Plätzen sind mehr als 130 belegt. Die Asylsuchenden werden in der Sammelunterkunft mehrere Wochen bleiben, bis sie auf Städte und Gemeinden verteilt werden.

Während des Infoabends wies Anwohner Thomas Schulz darauf hin, dass in Deutschland grundsätzlich ab 22 Uhr Nachtruhe herrsche. Die sei in den vergangenen Tagen nicht eingehalten worden. „In der Turnhalle ist nach 24 Uhr noch Fußball gespielt worden“, pflichtete ihm Dieter Hornbostel bei. Bürgermeister Werner Backeberg empfahl, sich direkt an den ASB zu wenden, damit dieser die Missstände abstellen könne.

Nachbar Dieter Lorenz fand es beängstigend, dass mehrere Tage lang Limousinen mit Paderborner und Bielefelder Kennzeichen um die frühere Stötzner-Schule gekreist seien. Die Fahrer hätten Kontakt mit den Flüchtlingen aufgenommen, berichtete Lorenz. „Die Limousinen sind auch uns aufgefallen“, antwortete die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch. Seit einigen Tagen seien diese Autos aber nicht mehr aufgetaucht.

Der Uetzer Friedrich Helmigk zeigte sich besorgt, dass unter den Flüchtlingen ein Lagerkoller ausbrechen könne, wenn sie nichts zu tun hätten. „Wie können wir als Gemeinde, Verein oder Bürger helfen?“, wollte er wissen. Der ASB habe ein Beschäftigungskonzept und spreche mit den Asylsuchenden den Tagesablauf durch, erwiderte Tesch. Zum Beispiel gebe es eine Mutter-Kind-Gruppe. Einwohner Joachim Jördens warb dafür, Patenschaften für die Flüchtlinge zu übernehmen.

Backeberg und Dagmar Lindemann, Leiterin des Teams Soziales, bedankten sich für die bisherige große Hilfsbereitschaft der Uetzer. Laut Lindemann konnte die Gemeinde bisher nicht alle ehrenamtlichen Helfer einsetzen. „Haben Sie Geduld. Wir kommen auf Sie zu.“

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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