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Trecker gehen auf große Tour

Schwüblingsen Trecker gehen auf große Tour

Donnerstagfrüh brechen sie auf: Sechs Männer auf sechs historischen Traktoren mit meist selbst gebauten Wohnwagen im Schlepptau. Sie wollen in sechs Tagen ins Alte Land und wieder zurück tuckern. Es ist bereits die fünfte Tour des Trosses. Ziele waren unter anderem schon Hamburg und der Harz.

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Starten mit ihren Oldtimer-
Treckern in Richtung Altes Land: Hans-Werner und Holger Behrens (von links) und Uwe Ulbrich.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Uetze. Der Tross wird vor allem auf Nebenstrecken unterwegs sein. „Wir haben landschaftlich reizvolle Wege durch Moor und Obstplantagen ausgesucht“, sagt Uwe Ulbrich aus Schwüblingsen. „Außerdem stören wir so nicht den normalen Alltagsverkehr“, ergänzt Holger Behrens aus Schwicheldt. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 20 Stundenkilometern werden die beiden gemeinsam mit Willi Giere und Hans-Werner Behrens aus Röhrse, dem Katenser Gerd Voiges und Cord Feldmann aus Hamburg etwa 100 Kilometer am Tag zurücklegen.

„Bei diesem Tempo wird das Leben entschleunigt. Vom hohen Sitz des Treckers aus sieht man auch wesentlich mehr als im Bus, Auto oder auf dem Motorrad“, gerät Holger Behrens geradezu ins Schwärmen. Für seinen Bruder ist der Reiz der Tour, mit den alten Fahrzeugen so viele Kilometer zu fahren - rund 600 werden es am Ende sein: „Das ist eine Herausforderung für die alte Technik und für uns auch. Denn die nächste Werkstatt ist weit entfernt.“ Die Treckerfreunde werden zwar Werkzeug, aber keine Ersatzteile mitnehmen.

Am Sonnabendabend wollen sie ihr Ziel - das Guderhandviertel - erreicht haben. Von dort aus sind Treckerfahrten nach Stade, zur Schiffsbegrüßungsanlage Wedel an der Elbe und zur Obstbauversuchsanstalt bei Jork geplant.

Ein großer Auftritt

Übernachten werden die sechs, die alle dem Kolbenring, einem losen Zusammenschluss von Liebhabern alter Traktoren, angehören, auf Campingplätzen. „Die haben wir samt der Tourstrecke an einem Sonntag Ende Juni abgefahren und bei Gefallen auch gleich reserviert“, berichtet Holger Behrens. „Denn auf den Plätzen wollen wir mit unseren Traktoren auch zusammenstehen“, sagt sein Bruder Hans-Werner.

Erfahrungsgemäß - es ist schon die fünfte Tour der Treckerfreunde - sorgen die Gespanne auf den Campingplätzen für Aufsehen. „Viele schauen vorbei und wollen vor allem unsere Wohnwagen besichtigen“, sagt Holger Behrens. Bis auf Ulbrichs sind alle Marke Eigenbau. „Wir haben sie nicht höher als 1,85 Meter gebaut, damit man rüberschauen und den Vordermann auf seinem Traktor sehen kann“, erklärt er.

Deshalb müsse Uwe Ulbrich auch als Letzter fahren. Sein gekauftes Modell ist zu hoch. Trotzdem ist der Wohnwagen eine Rarität: Er wurde erstmals am 29. September 1989 noch in der damaligen DDR zugelassen.

Es ist bereits die fünfte Tour des Trosses. Ziele waren unter anderem Hamburg, der Harz, Bodenwerder und jetzt das Alte Land. Wo geht es in Zukunft hin? „Ich würde gern Deutschland umrunden, immer an den Grenzen entlang“, sagt Ulbrich, der bislang bei jeder Fahrt dabei war. Doch solange er noch als Tischler arbeite, fehle ihm dafür die Zeit. „Ich träume davon, zum Brandenburger Tor zu fahren“, sagt Hans-Werner Behrens. Seinen Bruder Holger zieht es dagegen nach Ostfriesland.

An Freitag gegen 8.30 Uhr setzen sich die Treckergespanne von Schwüblingsen - Treffpunkt ist die Straße Zum Waldsportplatz - in Bewegung. Erste Station ist der Campingplatz Brunautal nördlich von Bispingen.

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