Uetze. „Wir haben derzeit Baustellen ohne Ende“, berichtete Ralf Kunter, Betriebsleiter der DRK-Rettungswache, am Donnerstag seinen Gästen: Bürgermeister Alfred Baxmann und DRK-Vorsitzender Hans Hendrik Cölle waren gekommen, um sich für den Einsatz der Rettungskräfte zu bedanken - mit zwei prall gefüllten Präsentkörben. „Ich komme auch, weil ich neugierig bin“, gab Baxmann zu. Betriebsleiter Kunter und sein Stellvertreter Benjamin Senger konnten denn auch mit vielen Neuigkeiten aufwarten.
Ende November bekam das DRK von der Region den Zuschlag, auch künftig den Rettungsdienst in Burgdorf, Uetze und Lehrte sicherzustellen. Damit verbunden sind viele interne Änderungen - die wichtigste: Die Gemeinde Uetze bekommt eine eigene Rettungswache. Bislang wurde der dortige Rettungsdienst als Stützpunkt der Burgdorfer Rettungswache geführt. Wo die Uetzer Rettungswache ihr Domizil aufschlägt, steht noch nicht fest. Es gebe „zwei mögliche Kandidaten“, sagte Kunter. Der jetzige Stützpunkt an der Weststraße wurde bereits gekündigt. Die Räumlichkeiten sind nicht groß genug. Denn künftig werden in Uetze zwei Rettungswagen stehen, und es ist mehr Platz für die Mitarbeiter nötig.
Seinen Mitarbeiterstamm will das DRK 2013 fast verdoppeln. Das wird nicht einfach, schätzt Kunter: „Es gibt kaum Fachpersonal auf dem Arbeitsmarkt.“ Derzeit beschäftigt das DRK in Burgdorf und Uetze etwa 30 Mitarbeiter, davon elf hauptberufliche Rettungssanitäter und -assistenten. Deren Anteil wird künftig auf 90 Prozent steigen. Für die beiden Rettungswachen in Burgdorf und Uetze bleibt es beim gemeinsamen Personalpool.
2013 wird es darüber hinaus keinen 24-Stunden-Dienst mehr geben. Eine Schicht werde maximal zwölf Stunden dauern, kündigte Kunter an: „Die Last war bisher unerträglich für den Einzelnen. Jetzt werden die vielen Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt.“
Last but not least muss die Fahrzeugflotte umgerüstet werden. Die Wagen bekommen Fahrtenschreiber und eine neue Beklebung. Das werde logistisch ein Riesenaufwand, denn der tägliche Betrieb müsse weiterlaufen, sagte Kunter.
